Dort wo einst Kohlezüge ihre schwarze Fracht zu den Brikettfabrik nach Domsdorf und Wildgrube brachten, ist einer der schönsten Radwege in der Elbe-Elster-Region entstanden: die Kohlebahntrasse. Exakt 26,2 Kilometer ist der Weg zwischen Tröbitz und Grünewalde lang, 16,6 Kilometer liegen auf der ehemaligen Bahntrasse.

Aussichtsturm in Domsdorf wird 2014 eingeweiht

Der rund 500.000 Euro teure Ausbau der 13,8 Kilometer langen Kohlenbahntrasse von der L 65 südlich von Tröbitz bis zum Grünewalder Lauch mit einer Unterbrechung zwischen Friedersdorf und Oppelhain wurde mit 300.000 Euro EFRE-Mitteln gefördert, 150.000 Euro kamen vom Kreis und 50.000 Euro von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft.
Bereits vor dem Baubeginn des Hauptabschnitts im Elbe-Elster-Kreis (1. August 2005) wurde am 13. Februar 2004 der Aussichtsturm bei Domsdorf-Siedlung mit Blick auf das Restloch 124 eingeweiht (Quelle: bahntrassenradeln.de).

Wer fühlt sich verantwortlich?

Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück hat die Unterhaltung des Radweges übernommen – und damit scheinbar auch Probleme. Der Aussichtsturm wächst zu und auch der Blick auf die Riffstruktur des einstigen Tagebaus am Restloch 124 gegenüber ist wegen des Bewuchses kaum noch möglich. Der Tourismusverband Elbe-Elster verweist auf den Baulastträger, jetzt die Verbandsgemeinde Liebenwerda. Von dort heißt es, dass der Bauhof Uebigau-Wahrenbrück „am dortigen Turm jedes Jahr ein Freischneiden plant“. Ein Rückschnitt des aufkeimenden Bewuchses sei im entsprechenden Maße aber „nur auf kommunalem Grundstück möglich, da laut Auskunft die LMBV ein Betreten oder ein Gehölzrückschnitt auf anderen Flurstücken, also auch an der Tagebaukante, untersagt habe. Von der LMBV war dazu keine Antwort zu bekommen. Also wachsen Birken und Co. am Aussichtspunkt unbehelligt weiter? Der Landkreis wolle sich nun einschalten. „Wir telefonieren mit der LMBV“, heißt es.