Von Frank Claus

Für Sonntag schon das Mittagsgericht geplant? Wie wär’s mit Matjes in vielen Variationen? Oder mit Thunfischsalat, Lachssülze, pochiertem Lachs, Lachsteak, selbstgemachter Fischbratwurst und Garnelen vom Grill? Denkbar ist auch eine Fischsuppe, nach der man sich die Finger leckt! Das alles gibt es zum 20 Matjesfest am Sonntag, 16. Juni, in der Fischräucherei Suhr. Das Jubiläumsfest wartet mit weiteren Köstlichkeiten auf. Insgesamt etwa 1,5 Tonnen Fisch verarbeiten die Geschäftsführer Katharina und ihr Bruder Robert Suhr in der gleichnamigen GmbH in Langennaundorf mit ihrem Team. 15 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, das im vergangenen Jahr 25. Geburtstag feierte, inzwischen. Beim Fest werden es insgesamt 45 sein, darunter viele Stammhelfer.

Firmengründer Georg Suhr, der einst mit einen Angestellten aus Anlass der Eröffnung der Räucherei die Idee zum Matjesfest hatte, steht jetzt in zweiter Reihe. Der Gänsebusch ist rappelvoll, wenn im Juni Fisch-Festzeit ist. Hunderte kommen mit dem Rad. Geboten werden zudem Musik, Tombola, Kremserfahrten und viele Angebote für Kinder.

Die Attraktion aller Feste waren bisher ein sechs Meter langer, tiefgekühlte Fuchshai und ein Fächerfisch. Diese Exemplar gehen Fischern beim Heringsfang im Nordatlantik vor Island versehentlich ins Netz. Georg Suhr kaufte sie für stattliches Geld. Inzwischen sind solche Beifänge kaum noch zu haben.

Matjes sind besonders milde Salzheringe, die durch Enzyme in einer Salzlake gereift sind. Der ursprüngliche Herstellungsprozess wurde bereits im Mittelalter in den Niederlanden entwickelt. Es werden Heringe verwendet, die Ende Mai/Anfang Juni in der Nordsee vor Dänemark oder Norwegen gefangen werden, bevor ihre Fortpflanzungszeit beginnt. Dann haben sie einen relativ hohen Fettgehalt (über 15 Prozent) und Rogen oder Milch sind noch nicht ausgebildet.

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