Brikettfabrik Domsdorf
: Die „Louise“ hört man wieder – pünktlich zum Dampftag

Dreimal am Tag war sie nicht zu überhören, auch als die Brikettfabrik in Domsdorf schon außer Dienst gestellt war. Doch dann verstummte die Werkshupe. Bis zum 4. Mai.
Von
Frank Claus
Domsdorf
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Die Brikettfabrik Louise Domsdorf.

Brikettfabrik Louise Domsdorf, Landkreis Elbe-Elster, **Foto: Andreas Franke**

Die Brikettfabrik Louise Domsdorf. Zum Dampftag am 4. Mai soll auch die neue Fabrikhupe wieder zu hören sein.

Andreas Franke/Landkreis Elbe-Elster
  • Die Brikettfabrik Louise in Domsdorf ist die älteste erhaltene Brikettfabrik weltweit.
  • Nach über einem Jahr ertönt die Fabrikhupe wieder zu den Zeiten 9, 12 und 16 Uhr.
  • Der Freundeskreis investierte 5500 Euro in die Modernisierung des Kompressors und der Elektrik.
  • Der Dampftag am 4. Mai ist ein Höhepunkt mit Programm und Führungen.
  • Bürgermeisterin Claudia Sieber unterstützte die schnelle Umsetzung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach über einjähriger Pause und pünktlich zum Dampftag am Sonntag (4. Mai) ist die vermutlich älteste erhaltene Brikettfabrik der Welt, die „Louise“ in Domsdorf, zu den gewohnten Zeiten um 9, 12 und um 16 Uhr wieder akustisch wahrnehmbar. Als die Fabrik noch in Betrieb war, ertönte die Sirene zu diesen Zeiten, um Pausen und Schichtwechsel anzukündigen.

„Die Fabrikhupe gibt damit vielen Menschen aus den umliegenden Orten bei der Beschäftigung im Freien wieder zeitliche Orientierung und erinnert an die über 100-jährige bergmännische Vergangenheit der Region“, sagt Andreas Claus vom Freundeskreis des Technischen Denkmals.

Brikettfabrik Domsdorf: Kompressor und Elektrik komplett erneuert

Der alte Kompressor aus den sechziger Jahren war in die Jahre gekommen und musste samt elektrischem Anschluss und Zeitschaltuhr erneuert werden. Der Freundeskreis hat etwa 5500 Euro in die Hand genommen, um die alte Technik zu modernisieren. Dank der unkomplizierten Abstimmung mit der Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber, die nach dem Ausscheiden des ersten Beigeordneten Delf Gerlach aus der Verwaltung mittlerweile auch als Bergwerksdirektorin Verantwortung trägt, habe zügig gehandelt und die neue Technik installiert werden können.

„Louise muss man hören!“, darüber seien sich die Vorstands- und Vereinsmitglieder schnell einig gewesen, als es darum ging, die verschlissene Technik zu erneuern. Zugepackt hätten, neben den beteiligten Firmen BLT Herzberg und Elektroinstallation Heyde aus Tröbitz, die Vereinsfreunde Wolfgang Stuhr und Armin Richter, die den Erneuerungsprozess begleitet haben.

Der Dampftag am 4. Mai ist einer der Jahreshöhepunkte. Wer dazu mehr wissen möchte, das Programm gibt es im Internet. Wer mehr über die Louise und zu Buchungen für Führungen erfahren will, ist auf der Internetseite der Stadt Uebigau-Wahrenbrück richtig.