Brikettfabrik Domsdorf
: Dampftag an der Louise mit Fabrikführungen und Rock ’n’ Roll

Wie sind Briketts gepresst worden? Weshalb wurde Kohlestaub gefährlich und wieso gibt es eigentlich einen Fuchs im Werk? Das kann beim Dampftag erkundet werden.
Von
Frank Claus und Veit Rösler
Domsdorf
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"Gab es in der Louise etwa auch eine Kegelbahn?" An den Tellertrocknern erfahren Greta und Johanna wozu die großen Kugeln nötig waren.

"Gab es in der Louise etwa auch eine Kegelbahn?" An den Tellertrocknern erfahren Greta und Johanna wozu die großen Kugeln nötig waren.

Dampftag in und an der Louise in Domsdorf – der ist auch was für Kinder! Gab es in der Louise etwa auch eine Kegelbahn? An den Tellertrocknern erfahren Greta und Johanna, wozu die großen Kugeln notwendig waren (Archivfoto).

Frank Claus
  • Dampftag in der Brikettfabrik Louise am 4. Mai, von 10 bis 16 Uhr.
  • Echtdampf-Vorführungen um 10 und 16 Uhr, Flying Rockets ab 13 Uhr.
  • Familienführung um 15.30 Uhr, inklusives Kulturbereichsprogramm vom Elsterwerk Herzberg.
  • Interaktive Ausstellung "Glück auf – Pech ab" mit Kunstaktionen.
  • Besucher können Zierbriketts gestalten und Kohle-Memory spielen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der traditionelle Dampftag in der Louise Domsdorf findet zweimal im Jahr statt und lockt Technikbegeisterte an. Doch längst nicht mehr nur die. Mit verschiedenen Programmbausteinen sollen mehrere Altersgruppen angesprochen werden. Denn der Bezug zur Kohle lässt nach. Am 4. Mai lädt das Technische Denkmal von 10 bis 16 Uhr zu einem bunten Programm-Mix.

Um 10 und 16 Uhr wird es Echtdampf-Vorführungen geben. Und ab 13 Uhr wird es rockig an der Fabrik, wenn die Flying Rockets auftreten. Um 15.30 Uhr gibt es eine Familienführung. Dann soll auch verraten werden, was es mit dem Fuchs im Werk auf sich hat. Prägend am gesamten Tag ist ein Programm vom Elsterwerk Herzberg. Das ist ein inklusiver Kulturbereich in der Einrichtung für behinderte Mitmenschen. In den Sparten Tanz, Theater, Musik, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben entstehen hier Werke voller Authentizität, Hingabe und Mut.

Zier-Briketts gestalten und Kohle-Memory spielen

Unter dem Motto „Kohle & Strukturwandel - Kohle kreativ erleben“ bietet Kult!INKoffer ein interaktives Kunstangebot mit Mitmach-Aktionen, Ausstellung und Lesungen. Herzstück des Projekts ist die Ausstellung „Glück auf – Pech ab“. Über mehrere Monate hinweg haben Künstler mit und ohne Behinderung Texte geschrieben, gezeichnet, modelliert und gesungen, inspiriert vom Strukturwandel und den Besonderheiten der Lausitzer Kohleregion.

Mitmachen- Programm beim Dampftag – Am 4. Mai 2025 lädt die Brikettfabrik Louise zum traditionellen Dampftag ein – mit dabei: Kult!INKoffer vom ELSTERWERK Herzberg: Mitmachen- Programm beim Dampftag – Am 4. Mai 2025 lädt die Brikettfabrik Louise zum traditionellen Dampftag ein – mit dabei: Kult!INKoffer vom ELSTERWERK Herzberg
- v.l. Museumsleiterin Kristin Rege Uschner (43), Pädagogin Ute Schmerbauch (XX) und  Kunstpädagogin Isabell Wiehmert (29)

Mitmach-Programm beim Dampftag. In der Brikettfabrik Louise dabei ist auch Kult!INKoffer vom Elsterwerk Herzberg. Museumsleiterin Kristin Rege-Uschner (l.), Pädagogin Ute Schmerbauch und Kunstpädagogin Isabell Wiehmert freuen sich auf interessierte Gäste.

Veit Rösler

Die Werke erzählen von Klima, Arbeitswelten, Tagebaulandschaften und markanten Orten wie eben der Brikettfabrik Louise, dem „liegenden Eiffelturm“ F60 bei Lichterfeld und den entstandenen Seenlandschaften. Besucher können Zierbriketts gestalten, ein eigens entwickeltes Kohle-Memory spielen oder in der Schreibwerkstatt mit Buchstaben experimentieren. Zudem lesen beteiligte Künstler eigene Texte rund um den Strukturwandel vor.

Ein Kunstprojekt besonderer Art

„Mit dieser interaktiven Ausstellung möchten wir die einzigartige Geschichte der Lausitzer Kohleregion erlebbar machen und zum Nachdenken über ihre Zukunft anregen. Die Werke spiegeln die persönlichen Perspektiven der Künstler wider und laden dazu ein, sich mit den gesellschaftlichen und klimatischen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen“, so Isabell Wiehmert, Projektleiterin von Kult!INKoffer. „Gleichzeitig ist das Projekt eine Reise durch die Vergangenheit und spiegelt das Suchen in der Gegenwart. Erinnerung, Verlust und hoffnungsvoller Neubeginn werden durchlebt und mittels Kunst besprechbar gemacht“, ergänzt Co-Projektleiterin Ute Schmerbauch.

In und an der Louise kann man so am 4. Mai mehrere Stunden voller Unterhaltung und Erkenntnisgewinn verbringen. Fürs kulinarische Wohl soll ausreichend gesorgt werden.