Brand in der Gohrischheide
: Wie weit sind die Rodungsarbeiten, wann wird aufgeforstet?

Etwa 800 Hektar Wald haben in der Gohrischheide zwischen Nieska (Sachsen), Neuburxdorf und Altenau (Brandenburg) gebrannt. Was ist seitdem auf den Flächen passiert?
Von
Frank Claus
Kosilenzien
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Waldbrand in der Gohrischheide im Jahr 2022 zwischen Zeithain/Nieska (Sachsen) und Mühlberg (Brandenburg). Bei Kosilenzien, Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda, helfen Waldbrand-Spezialkräfte, hier Silvia Müller (41, l.) vom Waldbrandteam und Jennifer Kempf (24) vom Team "Spezialisierte Kräfte Vegetationsbrand" Glutnester zu bekämpfen.

Frank Claus

Das Feuer werden die Einwohner der Mühlberger und Bad Liebenwerdaer Region so schnell nicht vergessen. Ein Maisfeld hat im Sommer 2022 die Flammen kurz vorm Übergreifen auf Kosilenzien gestoppt. Böige Winde haben das Feuer immer wieder in andere Richtungen marschieren lassen. Etwa 800 Hektar, zumeist Kiefernwald, wurden vernichtet.

Im Zuständigkeitsbereich von Revierförsterin Maria Göbel von der Oberförsterei Hohenleipisch sind nahezu ausschließlich Flächen von privaten Waldbesitzern in den Gemarkungen Kosilenzien und Kröbeln betroffen. Ein großer Teil der Flächen ist gerodet und noch immer in vielen Bereichen verkohlt.

Alle Waldbesitzer wollen den Waldumbau

Die Reverförsterin des Landesbetriebes Forst Brandenburg will am Sonntag (25. Juni) Interessierten das Ausmaß der Schadflächen zeigen und erläutern, welche Arbeiten seit dem Brand bereits realisiert worden sind.

Waldbrand in der Gohrischheide zwischen Zeithain/Nieska (Sachsen) und Mühlberg (Brandenburg). Die Aufnahme entstand an der Ortsverbindungsstraße Neuburxdorf nach Kröbeln/Nieska unweit von Kosilenzien.

Frank Claus

Mit Aufforstungsmaßnahmen ist noch nicht begonnen worden. Die ersten sollen im Herbst beginnen. Wie aufgeforstet werden sollte, davon müsse sie die Waldbesitzer nicht mehr überzeugen. „Alle wollen weg vom reinen Kiefernwald hin zu Mischwald mit Laubbäumen“, berichtet sie. Gäste der Exkursion sollen erfahren, welche Waldumbaumöglichkeiten es gibt. Gegenwärtig unterstütze sie die privaten Waldbesitzer bei der Beantragung von Fördermitteln.

Wer an der Exkursion teilnehmen möchte, müsste sich um 10 Uhr unweit der Ortsverbindungsstraße von der Kreuzung Nieska/Kröbeln in Richtung Neuburxdorf unweit der Ortseinfahrt nach Kosilenzien einfinden. Wer das mit einer Radtour verbinden möchte — nach der Exkursion lädt das Burgwallcafé in Kröbeln zum Mittagsimbiss, zu Eis und zu kühlen Getränken.