Bahnhof in Brandenburg
: Blicke auf außergewöhnliche Orte – die Infos zur Ausstellung

Der Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg) grenzt an zwei Bundesländer. Und wo Schienen verbinden, sind oft Bahnhöfe. Oder nicht mehr. Eine Ausstellung in Bad Liebenwerda zeigt ihre Geschichte.
Von
Frank Claus
Bad Liebenwerda
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Bahnhäuschen Bahn

Das alte Bahnhäuschen in Falkenberg, schon 1925 Motiv für ein Bild. Jetzt hat der Berliner Architekt Heinz Krüger es in einer Fotomontage aufbereitet. In einer Ausstellung in Bad Liebenwerda werden Fotocollagen von sechs Bahnöfen gezeigt.

Montage: Heinz Krüger
  • Ausstellung in Bad Liebenwerda zeigt Fotocollagen von sechs Bahnhöfen – Wandel von damals bis heute.
  • Architekt Heinz Krüger dokumentiert Verfall, Abrisse und Entwicklungen von Bahnhöfen in Brandenburg.
  • Bahnhöfe wie Torgau (neu gebaut) oder Annaburg (erhalten, aber ungenutzt) stehen im Fokus der Schau.
  • Falkenberg: Sanierung läuft, denkmalgeschütztes Bahnwärterhaus bleibt erhalten – Jubiläum eines 1925-Bilds.
  • Künstlercafé am 17. August in Bad Liebenwerda lädt zu Austausch über Geschichte und Kunst ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sechs Bahnhöfe im Vergleich von gestern zu heute. So hat der Berliner Architekt Heinz Krüger die Ergebnisse seiner Fotoreise durch die südbrandenburgische Ecke und die benachbarten Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt bezeichnet. Zu sehen sind seine Arbeiten in der Touristinformation Bad Liebenwerda.

Heute ist der 69-Jährige im Ruhestand und deshalb aber nicht ruhig geworden. Er hat sich ein Deutschlandticket gekauft und reist mit den Regionalzügen durchs Land. Das Elbe-Elster-Land und die Region drumherum haben es ihm besonders angetan. Oft hat er sein Fahrrad dabei, steigt aus und lernt Land und Leute kennen.

Er hat sich folgende Bahnhöfe angesehen:

  • in Torgau (Sachsen),
  • Annaburg,
  • Holzdorf (Sachsen-Anhalt),
  • Falkenberg,
  • Doberlug-Kirchhain und
  • Bad Liebenwerda

Und von ihnen 14 Fotocollagen gefertigt und über ihre Bedeutung recherchiert.

Bahnhöfe – zu oft ein trauriges Kapitel Bahngeschichte

Von dem Bahnhof Falkenberg gehen fünf Bahnlinien in Richtung Torgau-Leipzig, Annaburg-Wittenberg, Holzdorf-Berlin, Doberlug-Kirchhain-Cottbus und Bad Liebenwerda-Senftenberg ab.

Immer wieder kommt er ins Grübeln. „Wer kennt nicht die Bilder von einst wunderschönen Bahnhofsgebäuden, heute heruntergekommen und notdürftig gesichert? Oder gar ganz verschwunden! Wie sehen diese Bahnhöfe heute aus?“, auf diese Fragen sucht er Antworten.

Spannend: Der Wandel auf dem Bahnhof Falkenberg, in einer Collage von Heinz Krüger verarbeitet.

Spannender Blick in die Ausstellung in Bad Liebenwerda: Der Wandel auf dem Bahnhof Falkenberg, in einer Collage von Heinz Krüger verarbeitet.

Frank Claus

Bahnhöfe – oft noch keine Nachnutzung

  • Der Bahnhof Torgau wurde 2021 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
  • Der Bahnhof Annaburg ist erhalten, jedoch ohne Nutzung.
  • Der Bahnhof Holzdorf wurde abgerissen, ohne einen Neubau.
  • Der Bahnhof Falkenberg wurde im Krieg zerstört, die Mitropa-Gaststätte wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Gerade sind die schönen, historischen Bahnsteig-Überdachungen verschwunden.
  • Der Bahnhof-Doberlug-Kirchhain ist nahezu originalgetreu erhalten, wartet aber auf intensivere Nutzungen.
  • Der Bahnhof Bad Liebenwerda ist in vereinfachter Bauform erhalten, jedoch ohne Nutzung. Die Stadt sucht einen Käufer oder Pächter mit Ideen.

Geschichte der Bahnhöfe in Brandenburg noch offen

Die Geschichte der Bahnhöfe, so glaubt Heinz Krüger, ist noch nicht abgeschlossen. Welche denkmalgeschützten Teile beim Bahnhof Falkenberg die laufende Sanierung überleben, darf gespannt beobachtet werden. In Falkenberg, so hat er recherchiert, ist fast unbemerkt von der Öffentlichkeit als Denkmal noch ein altes Bahnwärterhaus erhalten, welches mit dem Bild von Georg Scholz (1925/Kunsthalle Mannheim) wunderbar korrespondiert. Da gibt es also ein 100-jähriges Jubiläum zu dem Bild!

Heinz Krüger: „Mich interessiert, wie kann man die Zeitsprünge und den Verfall oder die Änderungen dokumentieren?“ Zum 500. Todesjahr des Kurfürsten Friedrich des Weisen hat er einen Versuch unternommen. Diese Ausstellung ist zurzeit noch in der Stadtkirche von Annaburg zu sehen.

Künstlercafé zum Austausch in Bad Liebenwerda

Und nun will er sich an die Geschichte der Schwarzen Elster wagen. Doch zuvor lädt er zu einem Künstlercafé am 17. August ab 12 Uhr in die Touristeninformation nach Bad Liebenwerda ein, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dort sind seine Collagen bereits jetzt zu sehen.