Der Rothsteiner Felsen – er ist eine geologische Besonderheit. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das Gestein – Kieselsinterhornsteinwacke – gibt es in dieser Form nur dreimal auf der Erde. Das weiß Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, die auf Bitte der Rundschau wieder einen Ausflugstipp in Corona-Zeiten empfiehlt.
Auch „Nichtgeologen“ sollten das „kleine Hochgebirge“ mit seinen romantischen Schlupfwinkeln, steilen Hängen und scharfen Kanten unbedingt gesehen haben.

Mit Radtour verbinden

Normalerweise findet jedes Jahr im Juli das Rothsteiner Felsenfest statt. In diesem Jahr wird es ruhig rund um den Felsen bleiben. Umso mehr Naturerlebnis bietet jetzt ein Ausflug zu diesem Urgestein. Denn seine Geschichte reicht bis in das Erdaltertum zurück. Auf einer Informationstafel neben der Felsenbühne können Besucher über seine Entstehung und die Art dieses besonderen Gesteins lesen und erfahren, wo es als Baumaterial eingesetzt wurde.
Selten sind auch viele der hier vorkommenden Flechten und Moose. So konnte der Botanische Verein Brandenburg bei seiner Exkursion nicht nur die großen Besonderheiten bestätigen, sondern auch drei Nabelflechten neu entdecken.
Der Naturpark empfiehlt eine Radtour, die in Doberlug von der Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ startet. Die etwa 35 Kilomter lange Rundtour führt zum Rothsteiner Felsen, hält jedoch noch weitere Naturentdeckungen für die radwanderer parat. Ein Faltblatt zur Tour gibt es im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Download von der Homepage.