Der Anwalt des seit 2014 in Deutschland lebenden Kriegsflüchtlings aus Syrien hat am letztmöglichen Tag Rechtsmittel eingelegt, teilt das Amtsgericht auf Nachfrage mit. Damit wird der Fall vor dem Landgericht in Cottbus neu aufgerollt. Die Verteidigung hatte in dem Prozess auf maximal zwei Haft plädiert, weil dann eine Bewährungszeit ausgesprochen werden kann. Doch Staatsanwaltschaft und Gericht sahen Wiederholungs- und Fluchtgefahr. Da der Verurteilte seit Monaten in Cottbus in Untersuchungshaft sitzt, muss der neue Prozess binnen weniger Monate stattfinden, heißt es.

Den Zeitgewinn nutzen Kriminelle gern, um ihre Sozialprognose positiver zu beeinflussen. Dadurch versprechen sie sich ein milderes Urteil. Im Fall des Syrers könnte es jedoch nach hinten losgehen. Denn die Polizei ist auf der Spur weiterer möglicher Drogenfahrten des Syrers zwischen Berlin und Herzberg.

Aus dem Amtsgericht Bad Liebenwerda Knast für Haschhändler aus Herzberg

Bad Liebenwerda/Herzberg