LR+LR+2. Weltkrieg
: Warum in Cottbus Bomben russische statt amerikanische Zünder haben

Bombenfunde aus dem 2. Weltkrieg sind nicht selten in Cottbus. Darum werden dabei auch deutsche Bomben mit russischen Zündern gefunden, statt amerikanischer.
Von
Stefanie Krautz
Cottbus
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Bombe Bahnwerk Entschärfung: Die Bombe ist unschädlich gemacht worden. v.l.n.r. die Sprengmeister Ronald Schulze, Enrico Schnick und Uwe Zierdt. 

Eine 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe mit russischem Zünder ist am Freitag unschädlich gemacht worden. Sie war am Dienstag auf dem Gelände der Baustelle für das neue Bahnwerk bei einer planmäßigen Munitionssuche gefunden worden. Dafür wurde ein Sperrkreis von dreihundert Metern eingerichtet. Rund 500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Für Hilfebedürftige wurde in der Turnhalle der Bauhausschule eine Notunterkunft eingerichtet. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Ströbitz am Vetschauer Platz war die Einsatzzentrale für Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Ordnungsamt sowie andere Hilfskräfte eingerichtet. Der Bahnverkehr auf dem Hauptbahnhof war in der Zeit der Entschärfung teilweise eingestellt und Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Sprengmeister Ronald Schulze, Enrico Schnick und Uwe Zierdt vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (v.l.n.r.) mit einer 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe mit russischem Zünder. Sie war auf dem Gelände der Baustelle für das neue Bahnwerk bei einer planmäßigen Munitionssuche gefunden worden.

Michael Helbig