Der Kreisparteitag der Linken hat für Cottbus und Spree-Neiße die Weichen für die nächsten zwei Jahre gestellt. Das teilt Christopher Neumann, der nunmehr Kreisgeschäftsführer a.D., mit.

Matthias Loehr, der seit acht Jahren den Kreisverband als Vorsitzender führt, betont: Die Aufgabe auf kommunaler Ebene sei es, „weiterhin auf eine bessere und engere Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen von Cottbus und Spree-Neiße zu drängen“.

Angesichts rückläufiger Einwohnerzahlen, dem laufenden Strukturwandel sowie der schwierigen demografischen Entwicklung „können wir es uns nicht leisten, dass sich die Gebietskörperschaften gegenseitig das Personal abwerben, anstatt die Verwaltungsaufgaben gemeinsam zu erledigen“, so Loehr.

Enttäuschendes Wahlergebnis

Unzufrieden zeigen sich die Mitglieder über die hiesigen Stimmverluste bei den diesjährigen Kommunal- und Europawahlen. Die Personalauseinandersetzungen auf der Bundesebene hätten dem Erscheinungsbild der Partei sehr geschadet. Die Lausitzer Linke fordert eine „Rückbesinnung auf politische Kernziele der Partei wie Frieden, Solidarität, Sozialpolitik und Antifaschismus“.

Auch vor den Landtagswahlen in Brandenburg sei es nicht gelungen, klare Botschaften und Ziele zu formulieren. Das Urteil der Basis: Eine Partei, die sich auf Allgemeinplätze beschränke, statt den Menschen zu sagen, wo die Linke mit dem Land hinwolle, werde verständlicherweise nicht gewählt.

Kathrin Dannenberg, die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, hat die neuen Aufgaben in der Opposition umrissen und eine bessere sowie direkt Abstimmung mit den Regionen angekündigt.

Antrag gegen Panzertransporte

Der Kreisparteitag hat darüber hinaus einen Antrag mit dem Titel „Keine Panzertransporte durch die Lausitz“ beschlossen. Darin fordert Die Linke, dass „die Region kein Durch- und Aufmarschgebiet für zusätzliche Nato-Truppen werden darf“. Dies diene nicht dem Erhalt des Friedens.

Außerdem sollten die Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland beendet werden. Diese „schaden vor allem der ostdeutschen Wirtschaft und ändern die politischen Verhältnisse nicht“, urteilt die Linke.

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Der neuer Kreisvorstand der Lausitzer Linken


Bei den Wahlen zum Kreisvorstand ist Matthias Loehr (Cottbus) mit 87 Prozent der Stimmen erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Neu im Team sind Cornelia Janisch (Forst) als seine Stellvertreterin sowie Lothar Hoffmann (Peitz) als Kreisgeschäftsführer. Die Kreisschatzmeisterin, Monika Schömmel (Cottbus), erhielt erneut das Vertrauen der Parteimitglieder.

Darüber hinaus gehören dem neuen Kreisvorstand an: Birgit Kaufhold (Spremberg), Yasmin Kirsten (Cottbus), Katrin Leppich (Schenkendöbern), Birgit Mankour (Cottbus), Ilona Schulz (Spremberg) sowie Konstantin Gorodetsky (Cottbus, Měto Kjarcmaŕ (Cottbus), Denny Lehmann (KOlkwitz), Günther Mattern (Forst) und Eberhard Richter (Cottbus).