
Wohnen und Bauen in Cottbus: Bauboom wegen Strukturwandel – Welche Cottbuser Stadtteile wachsen werden

Der grünste Stadtteil von Cottbus? Schmellwitz! Nach den jahrzehntelangen Verlusten könnte der Stadtteil bald zu den Gewinnern gehören.
Michael Helbig
Walter Liebelt (86) aus Sandow: „Seit dem 25. November 1980 wohne ich in meiner Wohnung in der Sanzebergstraße. Das war damals ein Erstbezug und ich bin immer noch da. Inzwischen sind wir in unserem Aufgang zwar nur noch vier Mietparteien, aber ich bleibe hier. Es ist eine günstige Wohnlage, wir haben einen Aufzug, die GWC kümmert sich bei Problemen sehr schnell und alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten sind direkt vor der Nase. Hier kann man alt werden. Ich fühle mich in Sandow jedenfalls bestens aufgehoben. Außerdem habe ich ein kleines Stückchen weiter hinter der Spree meine Garage. Also für mich gibt es keinen Grund über Sandow zu meckern. Wer das tut, soll erst mal nachweisen, dass es woanders besser ist.“
Michael Helbig
Astrid Schröder (30) aus Neu-Schmellwitz: „Ich wohne seit 25 Jahren in Neu-Schmellwitz, und mir gefällt es hier ganz gut. Obwohl es anfangs besser war. Inzwischen ist es ja doch etwas kritisch geworden, wegen den Diebstählen und der Kriminalität und was so drumherum passiert. Trotzdem fühle ich mich hier recht wohl. Meine Familie, meine Freude wohnen auch hier. Ich werde bleiben. Außerdem habe ich meine Arbeit gleich um die Ecke. Ich bin Erzieherin in der Kita Sonnenblume. Meine Tochter geht in meine Kita und mein Sohn in den Hort. Es ist schön, dass alles so dicht zusammen liegt.“
Michael Helbig
Max Kieschnik (20) aus Sandow: „Es hat eigentlich keinen besonderen Grund, dass ich seit einem Jahr in Sandow lebe. Ich wohne in der Nähe des Turbokreisels. Dort ist es schön, weil es sehr ruhig ist und direkt an der Spree liegt. Und die Einkaufsmärkte Rewe oder Edeka sind nicht weit weg. Wenn nichts dazwischen kommt, sehe ich keinen Grund von hier wegzuziehen. Also ich würde gern in Sandow bleiben.“
Michael Helbig
Wolfgang Podpolinski (81) aus Ströbitz: „Seit 1960 wohne ich in Ströbitz. Zwischendurch war ich mal zwei Jahre lang in Spremberg. Als ich wieder zurückkam, habe ich gleich meine alte Wohnung wieder bekommen. Da wohne ich immer noch. Hier in Ströbitz gibt es sehr viel Grün. Das ist mir wichtig. Die Garage ist gleich in der Nähe, Einkaufsmöglichkeiten und das Ärztehaus auch. Das alles sind Dinge, die einen Wert haben. Ich fühle mich in Ströbitz sehr wohl.“
Michael Helbig
Rommy Illhardt (39) aus Neu-Schmellwitz: „Wir fühlen uns ganz wohl in Schmellwitz. Nur für die Kinder könnte es etwas attraktiver sein. Und es könnten auch mehr Läden geben, so dass alles ein wenig belebter wird. Ich finde es jedenfalls traurig, dass es hier allmählich einsam wird. Die Zuschka war früher viel belebter. Wir haben Glück und wohnen in einem Eigenheim. In einem Plattenbau möchte ich jedenfalls nicht wohnen. Von unserem Zuhause ist es nicht weit in den Wald. Das ist wichtig für die Spaziergänge mit unserem Hund.“
Michael Helbig
Evelyn Jähnel (65) aus Ströbitz: „Ich bin schon seit 1978 Ströbitzerin. Mir gefällt, dass es hier schön grün, ruhig und sehr gut für Familien ist. Vor allem schätze ich die Nähe zum Stadtzentrum. Ich kann jederzeit zu Fuß in der Stadt. Mit dem Fahrrad bin ich genauso schnell auf den Feldern und im Wald in Richtung Kolkwitz oder auf den Radwegen in Richtung Norden nach Döbbrick oder auf dem Gurkenradweg. Schon meine Eltern wohnten in Ströbitz. Nicht zu unterschätzen für uns Ströbitzer ist die Nähe zum Theater und zum Bahnhof.“
Michael Helbig