Ab Sonntag wird es ungemütlich in Brandenburg und Sachsen: Ein Sturmtief zieht über Deutschland. Es sei aber noch nicht klar, wie stark der Wind aus Südwest tatsächlich werde und ob einzelne Böen sogar Orkanstärke erreichen können, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam. Nach Angaben von Unwetterzentrale Deutschland besteht vor allem ab dem Sonntagnachmittag Sturmgefahr, in der Nacht zum Montag sowie am Montag selbst sind lokal Orkanböen von 120 km/h möglich. Dazu werden auch kräftige Regen- und Graupelschauer vorhergesagt. Sturm und Regen dauern nach bisheriger Prognose bis Dienstagvormittag. Herabstürzende Äste sowie umgekippte Bäume sind bei solchen Windgeschwindigkeiten möglich. Am Wochenende will der DWD Unwetterwarnungen herausgeben, wenn genaue Einschätzungen auch nach Regionen vorliegen.

Bahn bereitet sich auf Behinderungen vor

Der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst hatte am Donnerstag in Offenbach gesagt: „Am Montag könnte der Bahnverkehr massiv behindert sein.“ Deutschland müsse sich darauf vorbereiten. Ähnlich sieht es auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met: „Das wird eine ganz schön spannende und auch gefährliche Sache werden. Wir kennen das ja aus der Vergangenheit, so ein flächendeckender Sturm kann unser Verkehrsnetz wieder richtig lähmen. Da werden Bäume umstürzen und Bahnlinien blockieren. Auf den Straßen wird der starke Seitenwind gefährlich, besonders LKW sollten in der Nacht zu Montag die Parkplätze ansteuern. Der Seitenwind wird besonders auf Brücken sehr heftig sein. Kurzum: der Sturm wird Deutschland vermutlich ganz schön ins Schlingern bringen.“

Bei der Deutschen Bahn wird das Wettergeschehen laut eines Sprechers aufmerksam verfolgt. „Wir beobachten das genau und werden notfalls reagieren.“ Dabei habe die Sicherheit der Fahrgäste Priorität. Das könne dann möglicherweise auch dazu führen, dass Züge in den Bahnhöfen bleiben müssten oder Bereitschaftsdienste mobilisiert würden, um Schäden zu beseitigen.