Wegen starken Schneefalls im Süden Brandenburgs hatte die Feuerwehr in der Lausitz am dritten Tag des neuen Jahres viel zu tun. Der Lagedienst der Leitstelle Lausitz registrierte nach eigenen Angaben bis zum Sonntagnachmittag etwa 290 Einsätze. 33 von der Schneelast umgestürzte Bäume mussten demnach von Straßen und Telefonleitungen geräumt werden, darunter in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Spree-Neiße und in Cottbus. „Die Einsätze sind mehr als an normalen Tagen, aber noch im Rahmen.“ 300 Einsätze am Tag seien der Durchschnitt, berichtete er.

Zahl der Unfälle deutlich höher in Südbrandenburg

Ähnlich wie in der Leitstelle Lausitz war auch die Situation bei der Polizeidirektion Süd. Innerhalb weniger Stunden wurden dort seit Sonntagmorgen mindestens 36 Unfälle registriert. An einem normalen Tag werden nur etwa rund ein Dutzend Unfälle bei der Polizei gemeldet. Polizei-Wachdienstführer Marco Zimmer: „Das ist schon massiv. Wir hatten Einsätze fast im Fünf-Minuten-Takt. Wir bitten die Autofahrer, vorsichtig und der Witterung angepasst zu fahren. Bei dem Wetter dauert es auch manchmal etwas länger, bis wir am Einsatzort sind, denn wir können auch nur so schnell fahren, wie es die Witterung zulässt.“ Größere wetterbedingte Unfälle mit verletzten Personen habe es aber zunächst nicht gegeben, so Zimmer. Die Straßenmeistereien hätten alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz, um die Straßen zu räumen.

Nur sechs witterungsbedingte Einsätze in Ostsachsen

In Ostsachsen bereitete der Schneefall weit weniger Probleme. In der Regionalleitstelle Hoyerswerda, zuständig für die Landkreise Bautzen und Görlitz, wurden bis zum Nachmittag nur sechs Einsätze wegen umgestürzter Bäume registriert. Meldungen von witterungsbedingten Unfällen, bei denen der Einsatz von Feuerwehr oder Rettungskräften nötig gewesen wären, gab es keine.