Wer wird Millionär?
: Zwei Kandidaten aus Cottbus bei Günther Jauch – wer räumt ab?

In einer Osterspezial-Woche der RTL-Show „Wer wird Millionär?“ sind gleich zwei Kandidaten aus Cottbus zu sehen. So erfolgreich verkaufen sie ihr Wissen.
Von
Silke Halpick
Cottbus
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Phillipp Manske (l.) aus Cottbus hat sich für das große Finale von "Wer wird Millionär?" mit einer Gewinnchance auf drei Millionen Euro qualifiziert.

Phillipp Manske (l.) aus Cottbus hat sich für das große Finale von „Wer wird Millionär?“ mit einer Gewinnchance auf drei Millionen Euro qualifiziert.

Stefan Gregorowius/RTL
Zwei Cottbuser bei „Wer wird Millionär?“: Phillipp Manske qualifiziert sich für das große Finale mit einer Gewinnchance von drei Millionen Euro. Sein New-York-Urlaub wird verschoben. Günther Hornberger schafft es nicht auf den Kandidatenstuhl, bleibt aber optimistisch. Manske erzählt von seiner Begegnung mit einer Brieftaube. Sendung am 24. April 2025.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Cottbuser Journalist Phillipp Manske (37) hat es ins Finale der beliebten RTL-Rateshow „Wer wird Millionär?“ geschafft. Damit bekommt er am Donnerstagabend (24. April 2025) die Chance, seinen bisherigen Gewinn in Höhe von 32.000 Euro nochmals zu steigern auf maximal drei Millionen Euro. Doch er ist nicht der einzige Lausitzer, der bei Günther Jauchs Sendung mitmacht.

Denn auch Günther Hornberger aus Cottbus ist am letzten Qualifikationstag vor der großen Finalshow bei „Wer wird Millionär?“ zu sehen. Allerdings schafft er es im Gegensatz zu Phillipp Manske nicht auf den Kandidatenstuhl. „Doch ich gebe nicht auf, ich versuche es so lange, bis es klappt“, kündigt Günther Hornberger an. Vor drei Jahren habe er sich aus Spaß bei der Quizsendung beworben und nun ganz überraschend ein Angebot erhalten.

Günther Hornberger aus Cottbus sitzt ebenfalls in der RTL-Rateshow "Wer wird Millionär?" am Mittwochabend (23. April 2025).

Günther Hornberger aus Cottbus sitzt ebenfalls in der RTL-Rateshow "Wer wird Millionär?" am Mittwochabend (23. April 2025). Doch er schafft es nicht auf den Kandidatenstuhl, will es aber so lange versuchen, bis es klappt, wie er ankündigt.

Silke Halpick

Phillipp Manske ist mit seiner Bewerbung deutlich schneller. Er hat sich vor einem Jahr online beworben. Er vermutet, dass seine Geschichte über die ungewöhnliche Begegnung mit einer Brieftaube der Türöffnung für ihn gewesen sei. Das Tier habe eines Morgens auf seiner Bettdecke gesessen. Mithilfe einer polnisch sprechenden Kollegin macht er den Besitzer im Nachbarland ausfindig. „Letztlich hat mir die Taube jetzt noch einen schönen Gewinn eingebracht“, erzählt er lachend.

Cottbuser verschiebt New-York-Urlaub für die Show

Um überhaupt an der „Wer wird Millionär?“-Show teilzunehmen zu können, muss Phillipp Manske allerdings seinen genau in dieser Zeit geplanten New-York-Urlaub verschieben, er storniert die gebuchten Flüge sowie die Hotelreservierung. Die Chance auf einen Drei-Millionen-Euro-Gewinn sei schließlich einmalig, wie er findet. Schon als Kind habe er mit seiner Mutter vor dem Fernseher bei Günther Jauch gern mitgeraten.

Die RTL-Quizsendung mit einer Einschaltquote von 3,45 Millionen Zuschauern (13,4 Prozent) gibt es seit mehr als 25 Jahren. Mehr als 3300 Kandidaten haben bisher mehr als 41.430 Fragen beantwortet, die von einem zehnköpfigen externen Redaktionsteam erarbeitet werden. Ein Pool von 80 Fragen steht pro Sendung zur Verfügung, von denen im Durchschnitt 22 gestellt werden.

Leicht sind die Fragen nicht. Doch bis zur 32.000-Euro-Marke arbeitet sich Phillipp Manske am Ostermontag (21. April 2024) hoch. Mit dieser Summe zieht er ins Finale am Donnerstag (24. April 2025) ein. Wie auch die anderen 14 Kandidaten, die sich mit Gewinnsummen zwischen 16.000 und 64.000 Euro qualifiziert haben, hofft er auf die Chance, den Drei-Millionen-Euro-Jackpot zu knacken.

So läuft das große Finale für den Kandidaten aus Cottbus

Doch er kommt nicht zum Zug. „Vielleicht war das auch ganz gut so“, sagt Phillipp Manske rückblickend. Denn andere Kandidaten büßen im Finale teilweise erhebliche Gewinnsummen ein. So rutscht beispielsweise der Journalist Ingo Kugenbuch mit einen IQ von 133 von 32.000 Euro auf 6000 Euro ab. Und Tamara Löschel verliert ihren gesamten zuvor erspielten Gewinn von 16.000 Euro.

Da die Sendungen von „Wer wird Millionär?“ im Voraus produziert werden, kann sich Phillipp Manske seinen Auftritt nun ganz entspannt am Fernseher anschauen. „Ich hatte tatsächlich Angst, was ich erzählt habe und ob ich mich womöglich blamiert habe“, sagt er. Obwohl er als Journalist bei „Brandenburg aktuell“ über Fernseherfahrung verfügt, räumt er ein: „Ich war in meinem Leben noch nie so aufgeregt wie in der Sendung.“

Dass es gleich zwei Cottbuser innerhalb von nur wenigen Tagen in die Rateshow geschafft haben, ist nach Angaben eines RTL-Sprechers „reiner Zufall“. Die Bewerber würden aus der Datenbank per Zufallsgenerator ausgesucht, anschließend folgten Telefoninterviews und Castingrunden.

So geht's für die zwei Cottbuser nach der RTL-Show weiter

„Sich als Kandidat zu bewerben ist auch die schnellste Form, in die Sendung zu kommen und in der ersten Reihe zu sitzen“, sagt Günter Hornberger. Der 66-Jährige ist kein Unbekannter in Cottbus, hat er beispielsweise die Lyrikwerkstatt gegründet, ist Liedermacher und Dichter. Am 8. Mai 2025 gibt es eine Lesung mit ihm und anderen Akteuren im Menschenrechtszentrum in Cottbus.

Und was macht Phillipp Manske mit seinem 32.000-Euro-Gewinn? Auf jeden Fall die verschobene New-York-Reise nachholen, wie er erzählt. „Das Leben geht weiter wie bisher“, sagt er. Über das zusätzliche finanzielle Polster auf seinem Konto freue er sich trotzdem.