Weihnachten in Peitz 2025: So besonders ist der Weihnachtsmarkt mit Festung

Das Städtchen Peitz ist für seine Karpfen ebenso für seine Geschichte als wichtiger militärischer Posten durch seine einstige Zitadelle samt Festung bekannt
Alexander Schötz/Historischer Verein zu Peitz e.V.- Der Weihnachtsmarkt in Peitz öffnet am 12. Dezember 2025 am historischen Festungsturm.
- Auftakt ist der Stollenanschnitt um 15 Uhr durch Bürgermeister Jörg Krakow.
- Familien können sich auf Lampionumzug, Kinderprogramm und Weihnachtsmann-Besuch freuen.
- Historische Einblicke: Festungsturm zeigt Uniform-Repliken, Kanonenrohr und Zinngießen.
- Lokale Spezialitäten wie Plinse, Fisch und Stollen sowie Bücherflohmarkt bereichern das Angebot.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Peitz hat nicht nur Karpfenteiche und eine militärische Vergangenheit zu bieten. Auf das und mehr können sich Besucher des Städtchens am dritten Advent freuen. Dann öffnet der hiesige Weihnachtsmarkt seine Türen.
Mittlerweile sind Buden und Angebote dafür nicht mehr auf dem Marktplatz aufgebaut, sondern nahe dem historischen Festungsturm. Am Freitag (12. Dezember) startet das festliche Wochenende um 15 Uhr mit dem obligatorischen Stollenanschnitt durch Bürgermeister Jörg Krakow (parteilos). Das Gebäck dazu kommt von der ortsansässigen Bäckerei Uhlmanns, die den Stollen dafür sponsert. Abgesehen von Kulinarischem spielt Musik eine große Rolle, mit der speziellen regionalen Note.
Die Dixieland Stompers spielen am Freitagnachmittag hier an der Festung, für Familien mit Kindern ist Lampionumzug ab 18 Uhr mit dem Turnower Spielmannszug ein erstes Highlight. Wer das festlich geschmückte Peitz lieber bequem im Sitzen abfahren möchte, bekommt im „Karpfenbummler“ eine Möglichkeit.
Was Freunde alter Militäranlagen in Peitz entdecken können
Wer bei der Tour durch Peitz die militärische Geschichte und Preußens Gloria entdecken will, muss die Augen sehr gut geöffnet halten. Vom einstigen brandenburgischen Festungstrio Spandau-Peitz-Küstrin ist hier nämlich nicht viel übrig geblieben. Einst erstreckte sich die Festung Peitz über den gesamten Bereich der heutigen Altstadt.
Dirk Redies vom Kulturamt Peitz sagt dazu: „Große Teile von Peitz wurden im 18. Jahrhundert friedlich umgenutzt.“ Als die Festung nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) nicht mehr benötigt wurde, ließ sie der legendäre König Friedrich II. schleifen. Unsichtbar ist die alte Festung dennoch nicht. Da ist zum einen der 36 Meter hohe Festungsturm, das älteste Bauwerk der Peitzer Region. Zum anderen, sagt Redies: „Als die Festung nicht mehr gebraucht wurde, wurde sie quasi als Steinbruch genutzt. Etwa ein Viertel der Bürgerhäuser hier in Peitz ist aus den Resten der alten Festungsanlage gebaut.“
Auch an anderen Stellen ist die militärische Vergangenheit der Stadt mittlerweile verdeckt – zum Beispiel von der Kirche in Peitz, einem Stüler-Bau. Dirk Redies sagt: „Hier war der Exerzierplatz gelegen, er hieß damals Paradeplatz. Später wurde er zum Lindenplatz und als Stelle für ein neu zu errichtendes Gotteshaus erkoren. Grundsteinlegung war 1854. 1860 war das Gebäude fertig. Für damalige Verhältnisse eine lange Bauzeit.“
Das hat der Weihnachtsmarkt in Peitz für Familien zu bieten
Dass der Festungsturm nicht mit abgerissen wurde, ist einer königlichen Intervention zu verdanken, sagt Redies. Der Turm ist während des Weihnachtsmarktes geöffnet. Enthalten sind auch Repliken einstiger Uniformen, wie sie vormals das hiesige Militär nutzte. Außerdem ist im Dachgeschoss ein historisches Kanonenrohr ausgestellt, das aus der Zeit um 1670 stammt. Damals ein Versuch, aus dem Peitzer Raseneisen auch Waffen herzustellen. Es zeigt sich allerdings: Das Material war ungeeignet, 90 Prozent der daraus hergestellten Kanonen waren Ausschuss. Geschossen wurde aus dem ausgestellten Exponat nie, betont Dirk Redies.
Den Weihnachtsmarkt bereichert auch der Historische Verein zu Peitz mit zwei Buden. In einer gibt es Kaffee und Plinse, in der anderen wird Zinn gegossen – Tierfiguren und das Peitzer Stadtwappen. Wenig überraschend gibt es neben anderen guten Lebensmitteln auch ein Angebot des Peitzer Fischmarktes.
Der Festsaal des Festungsturms ist das Zentrum für Kinder, die Peitz an diesem Wochenende besuchen. Für zwei Euro Eintritt gibt es eine Vorlesestunde im Märchenkabinett, Mal- und Bastelangebote und auch Kinderfilme. Dafür wird hier sogar ein kleines Zelt aufgebaut, in dem es sich die Jüngsten gemütlich machen können. Geöffnet ist hier jeweils bis 17 Uhr, am Freitag ab 15 Uhr und an den beiden anderen Tagen ab 13 Uhr. Die Amtsbibliothek lädt zum Bücherflohmarkt. Kinder dürfen sich außerdem am Samstag und am Sonntag auf den Besuch vom Weihnachtsmann freuen, er kommt zusammen mit seinem Engel.


