Das Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg hat Bürger und Unternehmen im Einzugsbereich der Spree zu einem  einen sensiblen und sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser aufgefordert. Ausbleibende Niederschläge und die ersten sommerlichen Temperaturen in diesem Jahr hätten zum Rückgang des Wassers in der Spree geführt. Eine schnelle Entspannung der meteorologisch-hydrologischen Verhältnisse sei derzeit nicht in Sicht. Deshalb hat das LfU im Vorgriff auf das Niedrigwasserkonzept für die mittlerer Spree in Absprache mit den Landkreisen erste Schritte eingeleitet, um die Wasserführung der   Spree zu stützen. So wird laut Umweltamt vor allem die Ableitung in andere Gedwässer reduziert.
Die Speicher in Sachsen seien  zwar noch gut gefüllt, aber an der Talsperre Spremberg wurde die Abgabe zur Stützung des Spreegebietes auf aktuell 9,9 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Aktuell sinkt laut LfU der Beckenwasserstand um drei Zentimeter pro Tag. Auch die sächsischen Speicher hätten begonnen,  den Wasserstand des Flusses zu stützen. Unter diesen Bedingungen verringern sich die Reserven zügig.

Cottbus

Gestiegene Temperaturen und wenig Niederschlag sorgen für Wassermangel in der Spree

Grund für diese Entwicklung sind die gestiegenen Temperaturen seit vergangener  Woche und fehlende Niederschläge. Seit Junibeginn sind nach Angaben des Landesumweltamtes lediglich 0,2 Liter Regen pro Quadratmeter in Cottbus gefallen. Der durchschnittliche Niederschlagswert  in der Stadt liegt im Juni bei 50 Liter pro Quadratmeter. Auch im Oberlauf der Spree fiel in dieser Zeit kaum Regen. Für die kommenden 14 Tage sind zudem keine Niederschläge in der gesamten Lausitz vorhergesagt.
Trotz Abgabenerhöhung der Talsperre Spremberg konnte der Abfluss am Pegel Leibsch UP nicht mehr gehalten werden. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen und der aufblühenden Vegetation, vor allem im Spreewald, stieg die Verdunstung deutlich an.
In Leibsch, einem Ortsteil der Gemeinde Unterspreewald (Dahme-Spreewald), fließt derzeit mit 3,46  Kubikmetern pro Sekunde (Stand 9. 6.) weniger als die Hälfte der zu dieser Jahreszeit sonst üblichen Wassermenge der Spree in Richtung Berlin.