Warntag in Cottbus
: Wann die Sirenen außerplanmäßig heulen – das ist der Grund

In Cottbus testen Stadt und Leitstelle Lausitz am bundesweiten Warntag das digitale Warnsystem mit Sirenen und Handy-Alarmen. Diese Geräte werden angesteuert.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Feuerwehr Ströbitz Sirene : Luftaufnahme vom 14. September 2023
Bundesweiter Warntag 2023: Auf dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz befindet sich inzwischen eine neue, moderne Sirene.

Die Sirenen in Cottbus – hier die auf dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz – schlagen beim bundesweiten Warntag Alarm. Wann welches Gerät aufheulen wird.

Michael Helbig
  • Cottbus testet am 11. September 2025 das Warnsystem mit Sirenen und Handy-Alarmen.
  • 16 Sirenen wurden auf Digitalfunk umgerüstet, Kosten: 170.000 Euro. Drei neue Sirenen kamen 2024 hinzu.
  • Warnung um 11 Uhr: Heulton, Entwarnung um 11.45 Uhr: durchgehender Ton. Cell Broadcast ohne Entwarnung.
  • Warnmittel: Sirenen, Handy-Apps, digitale Tafeln, Radio, TV; Ziel: größtmögliche Reichweite im Ernstfall.
  • Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald beteiligen sich am bundesweiten Warntag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Cottbus heulen am Donnerstag, 11. September 2025, wieder die Sirenen. Damit testen Stadt und Regionalleitstelle Lausitz, wie zuverlässig das Warnsystem für die Bürger im Ernstfall funktioniert. Bei vielen dürfte auch wieder das Handy Alarm schlagen.

In Cottbus gibt es aktuell 16 Sirenen, die in den zurückliegenden Jahren auf den Digitalfunk-Standard umgerüstet worden sind. Das hat in der Lausitzmetropole rund 170.000 Euro aus einem Fördermitteltopf des Bundes gekostet. Drei neue Sirenen waren 2024 installiert worden.

Sirene und Handy: So werden die Cottbuser gewarnt

Neben den Sirenen werden im Rahmen des bundesweiten Warntages auch andere Warnmittel auf ihre Funktionsfähigkeit und technische Zuverlässigkeit getestet. Schwachstellen sollen sichtbar werden. Handy-Warn-Apps wie Nina und Katwarn, das Cell-Broadcast-System (Mobilfunkdienst für Warnnachrichten) sowie die digitalen Informations- und Anzeigetafeln kommen zum Einsatz.

In Cottbus sind das die digitalen Werbetafeln im Stadtgebiet sowie die Fahrgastinformationen von Cottbusverkehr. Bundesweit werden Radio- und Fernsehsender einbezogen. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich im Ernstfall – beispielsweise bei Großbränden, gefährliche Wetterlagen etwa mit Hochwasser oder auch Unfällen mit chemischen Gütern – zu erreichen.

Die Warnung wird am 11. September 2025 um 11 Uhr ausgelöst. Die Entwarnung erfolgt voraussichtlich um 11.45 Uhr.

Warnung vor Gefahr in Cottbus: Dieser Sirenenton ertönt

Diese Sirenensignale werden ertönen: Für die Warnung bei Gefahr wird ein einminütiger Heulton, der auf- und abschwillt, zu hören sein. Entwarnung wird mit einem durchgehenden einminütigen Heulton gegeben.

Der Probewarntext wird um 11 Uhr an alle am modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren wie App-Server oder Rundfunksender geschickt. Gegen 11.45 Uhr erfolgt eine Entwarnung über die Warnkanäle und Endgeräte, über die zuvor die Warnung kam. Über Cell Broadcast werde derzeit noch keine Entwarnung versendet, teilt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit.

Auch die Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald sind beteiligt und werden durch die Leitstelle Lausitz angesteuert am bundesweiten Warntag, den es seit dem Jahr 2020 wieder gibt. Der Warntag findet seitdem an jedem zweiten Donnerstag im September statt.