Warntag in Cottbus
: Heulen dieses Mal alle Sirenen? Der große Test der Stadt

Am bundesweiten Warntag bekommen die Bürger in Cottbus erstmals den echten Eindruck vom neuen Warnsystem im Katastrophenfall. Das soll passieren.
Von
Kathleen Weser
Cottbus
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Feuerwehr Ströbitz Sirene : Luftaufnahme vom 14. September 2023
Bundesweiter Warntag 2023: Auf dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz befindet sich inzwischen eine neue, moderne Sirene.

Auf dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz befindet sich inzwischen eine neue, moderne Sirene.

Michael Helbig

Cottbus lässt wieder die Sirenen heulen, um die Einwohner im Ernstfall zu warnen. Dafür hat die Stadt 17 Sirenen auf Digitalfunk umgerüstet. Mit 170.000 Euro aus einem Fördertopf des Bundes. Das bestätigt Rathaus-Sprecher Jan Gloßmann.

Neu sind drei Sirenen im Stadtgebiet installiert worden. Der Umbau der Warnanlagen hatte sich wegen Lieferproblemen von technischen Bauteilen für das Auslösen über Digitalfunk verzögert. Jetzt sei aber alles komplett – und die große Funktionsprobe fällig.

Die Anlagen, die früher der Alarmierung der Feuerwehr gedient haben, sind mit der Einführung der Pieper für die Einsatzkräfte auch in der Lausitz vielfach zurückgebaut worden. Das hat sich im Katastrophenfall allerdings als weniger klug erwiesen, denn für die Warnung der Bevölkerung funktioniert das nicht. Deshalb haben die meisten Kommunen stillgelegte Sirenen wieder aktiviert und neue installiert.

Warntag in Cottbus erstmals mit vollem Sirenen-Programm

Zum bundesweiten Warntag am Donnerstag (12. September) werden in Cottbus zum ersten Mal alle Sirenen die Bürgerinnen und Bürger warnen und entwarnen. Das kündigt der Stadt-Sprecher an. Der einminütige auf- und abschwellende Warnton wird dabei um 11 Uhr zur Warnung der Bevölkerung zu hören sein, gefolgt von der Entwarnung um 11.45 Uhr mit einem einminütigem Dauerton der Sirenen.

Cottbus

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Zusätzlich zur Probe-Warnung über die Sirenen der Stadt erhält auch Cottbus die bundeseinheitliche Probewarnung durch die vom Modularen Warnsystem (Mowas) angesteuerten Apps wie Nina und Katwarn und dem Cell-Broadcast-System (Mobilfunkdienst für Warnnachrichten) auf dem Handy.

Diese wird zentral über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst. Hier gibt es keine Entwarnung.

Hier muss die Warnung in Cottbus auch auftauchen

Zusätzlich werden die Fahrgastinformationen von Cottbusverkehr die Warnung und die Entwarnung signalisieren. Auch alle digitale Werbetafeln in der Stadt zeigen sie an. Bundesweit werden auch Radio- und TV-Stationen einbezogen.

Für die Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster sowie die kreisfreie Stadt Cottbus erfolgt das Auslösen der Probe-Warnung und Entwarnung durch die Leitstelle Lausitz. Auch in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Elbe-Elster werden öffentliche Sirenen in Betrieb gesetzt.

Oberspreewald-Lausitz hat das schon hinter sich: am 10. September. Der Landkreis Spree-Neiße warnt und entwarnt mit einem Sirenenprobealarm bereits am Mittwoch (11. September) um 15 Uhr mit einem 15-Sekunden-Sirenenton.

Örtliche Warnmittel wie Lautsprecherdurchsagen können ebenfalls zum Einsatz kommen. Den bundesweiten Warntag gibt es seit 2020. Er findet an jedem zweiten Donnerstag im September statt.