Warnstreik in Cottbus
: Massive Ausfälle bei Bus und Straßenbahn erwartet

Verdi hat brandenburgweit zum Warnstreik aufgerufen. Auch in Cottbus und Spree-Neiße drohen massive Ausfälle bei Straßenbahn und Bus.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Skoda Strassenbahn Kundenzentrum: Eine neue Skoda Strassenbahn steht an der Haltestelle Stadtpromenade vor dem Kundenzentrum von Cottbusverkehr.

Die Gewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik im Brandenburger Nahverkehr ausfgerufen. Auch in Cottbus müssen sich Fahrgäste auf massive Ausfälle bei Straßenbahnen und Bussen einstellen. Der Busverkehr in Spree-Neiße ist ebenfalls betroffen.

Michael Helbig
  • Verdi ruft am Montag, 2. Februar 2026, zum Warnstreik im Nahverkehr auf.
  • Massive Ausfälle bei Straßenbahn in Cottbus und Bussen in Spree-Neiße erwartet.
  • Kundgebung 9 Uhr Hbf Cottbus, Demo zum Stadthaus, Abschluss 12.30 Uhr.
  • Betriebe veröffentlichen konkrete Ausfälle kurzfristig online und in Social Media.
  • Verdi fordert u. a. weniger Wochenarbeitszeit, +12 % Lohn/≥400 €, 13. Monatsgehalt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Montag, 2. Februar 2026, die Mitarbeiter des Brandenburger Nahverkehrs zum Warnstreik aufgerufen. Auch die regionalen Verkehrsbetriebe Cottbusverkehr und Spree-Neiße Cottbusverkehr werden bestreikt. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im Bus- und Straßenbahnverkehr einstellen.

Die mehr als 400 Mitarbeiter der beiden Unternehmen seien aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, erklärt Gewerkschaftssekretär Max Sahr. Gestreikt werde am gesamten  Montag.

Fahrgäste werden gebeten, sich darauf einzustellen, dass die Straßenbahnen in Cottbus sowie die Busse auf den Stadt- und Regionallinien in Spree-Neiße nicht verlässlich fahren werden, und bitten um Verständnis. „Wir bitten die Bevölkerung, sich für Montag einen anderen Plan zu überlegen, wie sie zur Arbeit kommen“, appelliert Sahr. Der Schülerverkehr ist nicht betroffen, da am Montag die Winterferien in Brandenburg starten.

Darauf müssen sich Fahrgäste in Cottbus und Spree-Neiße einstellen

Höhepunkt des Streiktages in Cottbus ist eine Kundgebung um 9 Uhr am Cottbuser Hauptbahnhof. Von dort wird sich der Demonstrationszug in die Innenstadt zum Stadthaus in Bewegung setzen, wo ab 12.30 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Cottbusverkehr und Spree-Neiße Cottbusverkehr kündigen an, die konkreten Ausfälle am Montag kurzfristig auf allen bekannten Kanälen zu veröffentlichen. Fahrgäste werden gebeten, sich auf der Internetseite oder in den Social-Media-Kanälen der Verkehrsunternehmen kurz vor Fahrtantritt zu informieren.

Hier geht es zum Verkehrs-Liveticker.

Mit dem Warnstreik wollen die Brandenburger Verkehrsbetriebe Druck auf die zweite Runde in den laufenden Tarifverhandlungen ausüben, die am 3. Februar 2026 stattfinden soll. Verdi erwarte von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot, erklärt Gewerkschaftssekretär Sahr. In der ersten Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg hatten diese kein Angebot vorgelegt, sondern sogar Verschlechterungen bei den tariflichen Regelungen, insbesondere bei der Wochenarbeitszeit, den Zuschlägen und den Regelungen zum Krankengeldzuschuss, gefordert.

„Die Beschäftigten brauchen Entlastung und nicht zusätzliche Belastung. Dass sich die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde nicht ernsthaft mit unseren Forderungen auseinandergesetzt und stattdessen Gegenforderungen aufgemacht haben, ist eine Provokation. Auf diese Provokation werden die Beschäftigten am 2. Februar die angemessene Antwort geben. Die Verantwortung für die zu erwartenden Ausfälle liegt allein bei den Arbeitgebern“, erklärt die Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Germanus.

Die Gründe für den Streik im Nahverkehr und was Verdi fordert

Verdi fordert unter anderem eine Verringerung der Wochenarbeitszeit, zwölf Prozent mehr Lohn oder mindestens 400 Euro mehr sowie ein 13. Monatsgehalt. „Der aktuelle Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg ist der schlechteste deutschlandweit“, erklärt Max Sahr. Viele Mitarbeiter würden daher nach Berlin abwandern. „Wir haben einen großen Personalmangel.“

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