Insgesamt zwölf brandenburgische Nahverkehrsunternehmen werden am 29. September in den Ausstand treten, informiert die Gewerkschaft ver.di Berufspendler sollten sich darauf einstellen, dass sie an diesem Tag bei folgenden Unternehmen in Brandenburg mit Einschränkungen im Personennahverkehr rechnen müssen:
  • ViP Verkehrsbetriebe Potsdam,
  • Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald
  • Uckermärkische Verkehrsgesellschaft
  • Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming mbH (VTF)
  • Busverkehr Oder-Spree
  • Barnimer Busgesellschaft
  • Cottbusverkehr
  • Havelbus Verkehrsgesellschaft
  • Regiobus Potsdam Mittelmark
  • Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt(Oder)
  • Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel
  • DB Regio Nord Ost
Der Streik beginnt laut ver.die am 29. September mit Betriebsbeginn etwa 3 Uhr und soll bis zum Folgetag, dem 30. September, 3 Uhr, andauern.
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben sollen die Warnstreiks am Dienstag von 3 bis 12 Uhr stattfinden.

Gesamtes Liniennetz in Cottbus betroffen

In Cottbus sei das gesamten Liniennetz der Cottbusverkehr GmbH betroffen – sowohl die Straßenbahn- als auch die Stadt- und Regionalbuslinien, teilte Robert Fischer, Sprecher von Cottbusverkehr am Freitagnachmittag mit.
Lediglich einzelne Fahrten, die üblicherweise von Subunternehmen durchgeführt werden, verkehren demnach voraussichtlich trotz des Streiks. Welche Straßenbahn- und Buslinien von dem Warnsteik genau betroffen sind, könne Cottbusverkehr erst zu Wochenbeginn sagen.

ver.di: Fahrgäste sollten sich Alternativen suchen

Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass in den genannten Zeiträumen weder die Busse oder Bahnen der bestreikten Unternehmen fahren, betont ver.di. „Uns ist klar, dass der Streik für die Fahrgäste viele Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird, aber auf die unverständliche Blockadehaltung der Arbeitgeber können wir nur mit einem Streik reagieren. Wir geben die Streiktermine deshalb so frühzeitig und umfassend bekannt, damit sich betroffene Fahrgäste nach Möglichkeit Fahralternativen suchen können“, sagt Jeremy Arndt, Fachbereichsleiter Verkehr im ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg.

Arbeitgeber sollen unter Druck gesetzt werden

Mit dem Streik soll Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden, die sich ver.di gegenüber gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben. ver.di fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87 000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung,
Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden.