Aufatmen in Cottbus: Das Warenhaus von Galeria Karstadt Kaufhof in der Innenstadt bleibt von einer Schließung verschont. Das bestätigt Heike Plechte gegenüber der Rundschau. Die Bezirksgeschäftsführerin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Cottbus sagt: „Unser Haus ist nicht betroffen.“ Das sei eine erfreuliche Botschaft sowohl für die Belegschaft, als auch für die Stadt selbst.
„Ich mag mir gar nicht ausmalen, was das geschlossene Warenhaus für die Entwicklung der Innenstadt bedeutet hätte“, sagt Gewerkschafterin Plechte und fügt an: „Gerade mit dem immer noch offenen zweiten Bauabschnitt in der Stadtpromenade.“
In der Filiale von Galeria Kaufhof in Cottbus sind laut Verdi 80 Mitarbeiter angestellt. Sie werden demnach alle ihre Arbeit behalten.
Der letzte große deutsche Warenhauskonzern kämpft mit einem Sanierungsplan ums Überleben. In dem Zuge sollen maximal 62 der insgesamt 172 Filialen geschlossen werden.
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Potsdamer Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filiale schließt

Die Potsdamer Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filiale schließt. „Die Entscheidung des Unternehmens bedeutet einen herben Verlust für Potsdam“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Freitag. Das Warenhaus sei ein entscheidender Motor für die Entwicklung der Innenstadt. Die Entscheidung zur Schließung gerade in Potsdam lasse sich schwer nachvollziehen. Die Nachricht bedeute Existenzsorge für die etwa 100 Beschäftigten und ihre Familien. Schubert kündigte für Montag an, Gespräche zur Zukunft des Einzelhandelsstandorts Potsdamer Innenstadt aufzunehmen. Der Warenhaus-Standort müsse als Einkaufsmagnet erhalten bleiben.

Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filialen in Berlin

Damit ist auch die Hauptstadt von den bundesweiten zahlreichen Filialschließungen des zur Signa Holding gehörenden Unternehmens aufgrund der Corona-Krise massiv betroffen.
Geschlossen werden sollen die Standorte in Berlin-Charlottenburg, Berlin-Tempelhof sowie an der Müllerstraße in Berlin-Wedding, im Berliner Ringcenter an der Frankfurter Allee, in Berlin-Hohenschönhausen sowie die Filiale in den Gropius-Passagen in Neukölln. Die Gewerkschaft äußerte sich am Freitag zunächst nicht zu den Plänen für die Hauptstadt. Derzeit informiere das Unternehmen die Beschäftigten, hieß es.
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