Wahl 2024 in Cottbus: Stadtparlament wird neu gewählt – wir stellen Kandidaten Ihre Fragen

Cottbus wählt am 9. Juni ein neues Stadtparlament. Was erwarten die Bürger von ihren Abgeordneten, welche Lösungen haben die Kandidaten?
Michael Helbig (4), Frank Hammerschmidt (2), Mario Behnke (1) / Montage: Katrin JanetzkoDie Kommunalwahl steht an. Das klingt im ersten Moment vielleicht öde und unwichtig. Es ist aber überhaupt nicht langweilig und von großer Bedeutung. Denn was in den nächsten fünf Jahren in Cottbus angepackt wird, bestimmt das Stadtparlament im Wesentlichen. Als Vertretung der Bürgerschaft setzt es Schwerpunkte und kontrolliert die Arbeit der Verwaltung. Doch was sind die drängendsten Probleme für die Bürger von Cottbus? Das wollen wir von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wissen. Damit wollen wir dann die Kandidaten konfrontieren.
Elf Parteien und Wählergruppen drängen mit ihren Bewerbern ins Stadtparlament. Ihnen will die Rundschau in den nächsten Wochen auf den Zahn fühlen. Doch was erwarten die Cottbuser von ihren Lokalpolitikern? Sie bestimmen, was wir die Kandidaten fragen. Schreiben Sie uns!
Wahl 2024 in Cottbus: Was machen wir mit Ihren Einsendungen?
Wir sammeln Ihre Hinweise. Ihre Fragen sollten sich auf Probleme beziehen, die auch tatsächlich im Kommunalen angegangen und gelöst werden können. Dazu gehört beispielsweise die Gestaltung öffentlicher Anlagen und der Infrastruktur der Stadt. Braucht Cottbus vielleicht mehr Grün, mehr Radwege, mehr Parkplätze oder bessere Gehwege? Wie sollen Kultur oder Freizeit gefördert werden? Aber auch, welche Schulen fehlen in Cottbus und was muss sich bei den Kitas ändern? Wie sieht es mit der Wärme- und Wasserversorgung der Zukunft aus und wie viel darf die Bürger das kosten? All das kann das Stadtparlament mitbestimmen.
Aus allen Einsendungen werden wir die drei am meisten gefragten Themen-Schwerpunkte aussuchen. Mit diesen werden wir alle elf Parteien und Wählergruppen in den nächsten Wochen konfrontieren. Die Kandidaten erhalten Gelegenheit, darauf zu reagieren. Die Antworten veröffentlicht die Lausitzer Rundschau online und in der Zeitung.
So erreichen uns Ihre Fragen
Ihre Fragen oder Themen senden Sie bitte bis zum 2. Mai an cottbus@lr.de und versehen dies im Betreff unbedingt mit dem Stichwort „Wahl in Cottbus“. Später eingehende E-Mails können wir nach Ablauf der Frist leider nicht berücksichtigen.
Wer tritt in Cottbus zur Kommunalwahl 2024 an?
Das neue Stadtparlament kann noch bunter werden als bisher. Denn neben den bekannten Parteien und regionalen Wählergruppen treten zwei neue Interessensvertretungen an. Die Mittelstandsinitiative Brandenburg (MIBrb) hat bereits im Vorfeld der Wahl auf sich aufmerksam gemacht. Mit Demonstrationen und Autokorsos protestierte sie lautstark gegen die Politik der Bundesregierung, jetzt will sie den Sprung ins Stadtparlament schaffen und stellt dafür 15 Kandidaten auf.
Bislang noch gar nicht in Erscheinung getreten ist die Wählergruppe Zukunftssicheres Cottbus (ZSC). Sie geht mit elf Kandidaten ins Rennen. Zu ihnen gehört der Stadtverordnete Richard Schenker. Der Parteilose war im Jahr 2019 über die Liste der AfD ins Stadtparlament gewählt worden, zerstritt sich aber kurze Zeit später mit der Fraktion und ist seither Einzelabgeordneter. Ebenfalls einen Namen gemacht hat sich ZSC-Kandidatin Katja Arnold. Sie organisierte in der vergangenen Jahren Demonstrationen, bei denen die Menschen gegen die Corona-Politik von Bund und Land protestierten.
Derzeit ist die CDU in Cottbus stärkste Kraft
Neben den zwei neuen Interessenvertretungen kämpfen bei der Kommunalwahl bekannte Parteien und Wählergruppen um Sitze in Cottbus. Dazu zählen: AfD, CDU, SPD, Linke, Unser Cottbus!, Grüne/B90 und die FDP sowie AUB-Freie Wähler und die SUB. Das neue Stadtparlament verfügt über 46 Sitze. Das sind vier weniger als bei der zu Ende gehenden Legislatur und richtet sich nach der Zahl der Einwohner. Tobias Schick (SPD) ist als Oberbürgermeister automatisch ein stimmberechtigtes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.
Derzeit ist die CDU die stärkste Kraft im Stadtparlament. Sie stellt neun Sitze. Gefolgt von der SPD und der Linken mit jeweils acht Sitzen. Die Fraktion Unser Cottbus!/FDP bringt es derzeit auf sechs Sitze, genauso wie die AfD. Die Bürgerfraktion AUB/SUB verfügt über fünf Sitze, die Grünen über vier. Drei Abgeordnete bilden die Fraktion Gemeinsam für Cottbus (GfC). Komplettiert wird das Stadtparlament vom Einzelkandidaten Richard Schenker.

