Verkehr in Cottbus
: Weitere Einschränkung am Stadtring – Parzellenstraße betroffen

An einer Böschung vor dem Energie-Stadion in Cottbus ist der Boden an mehreren Stellen weggesackt. Das wird untersucht. Nun kommt es am Stadtring zu weiteren Einschränkungen.
Von
Peggy Kompalla
Cottbus
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Nur drei statt vier Spuren: Der Stadtring in Cottbus ist derzeit vor dem Energie-Stadion eingeschränkt.

Michael Helbig

Nur drei statt vier Spuren und Tempo 30 – diese Einschränkungen auf dem Stadtring in Cottbus bleiben mindestens bis Ende 2025 erhalten. Der Grund: Gleich an mehreren Stellen ist der Boden an der Böschung weggesackt. Nach der Ursache forschen Fachleute. Genau deshalb gibt es in den nächsten Tagen weitere Einschränkungen.

Betroffen ist nach Informationen der Straßenverkehrsbehörde die Auf- und Abfahrt über die Parzellenstraße. Sie bleibt demnach für zwei Tage komplett gesperrt. Denn am Montag, 29. April, und Dienstag, 30. April, sind an der Stelle weitere Untersuchungen des Baugrunds geplant. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Die Abfahrt Parzellenstraße auf dem Cottbuser Stadtring wird für zwei Tage gesperrt.

MICHAEL HELBIG

Das ist auf dem Stadtring Cottbus geplant

Der Stadtring ist noch bis Ende Mai Gegenstand von eingehenden Untersuchungen. Dabei wird mittels Bohrungen die Beschaffenheit des Untergrunds analysiert. Dafür wurden bereits auf der Mittelinsel zehn Bohrungen gesetzt, nun sind 18 weitere auf dem südlichen Damm geplant. Das ist genau die Seite, wo sich die Abfahrt zur Parzellenstraße befindet.

Auslöser für die Arbeiten sind Bodensenken. Sie entstanden an mehreren Brunnen im nördlichen Damm. Jetzt soll die Standfestigkeit des gesamten Stadtrings geprüft werden. Die betroffene Stelle wird durch eine Rohrbrücke markiert.

An der Stelle gleicht die Verkehrstrasse einem Schweizer Käse. Dort führen insgesamt 30 Brunnen in den Untergrund, um Schadstoffe aus Boden und Grundwasser zu holen. Seit fast 20 Jahren läuft die Sanierung des einstigen Chemiestandortes. Dabei handelt es sich um die größte Altlasten-Sanierung in Südbrandenburg. Dort wurden nach Angaben des Cottbuser Umweltamts bislang 4,3 Tonnen Giftstoffe aus dem Untergrund geholt.

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