Verkehr in Cottbus: Sanierung des Stadtrings Richtung Peitz – der Zeitplan

Eher eine Zumutung als eine Straße: Der Stadtring in Cottbus Richtung Peitz soll endlich saniert werden. Weitere Sanierungen sind geplant. Strassenschäden auf dem Stadtring zwischen Turbokreisel und Ortsausgang Richtung Peitz.
Michael Helbig- Der Stadtring in Cottbus Richtung Peitz wird ab 1. September 2025 grundsaniert.
- Bauzeit bis Ende 2027, Kosten: ca. 10 Mio. Euro, 7,2 Mio. Euro vom Land Brandenburg gefördert.
- Verkehr bleibt während der Arbeiten durchgängig befahrbar, Anlieger erhalten provisorische Zufahrten.
- 35 Bäume werden gefällt, 52 neue gepflanzt – Abstimmung mit der Naturschutzbehörde erfolgt.
- Erste Bauphase: westliche Fahrspuren werden saniert, Verkehr läuft über die östlichen Spuren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Cottbus plant am 1. September 2025 mit der Sanierung des Stadtrings ab dem Turbokreisel in Richtung Peitz zu beginnen. Das ist nicht nur für viele Berufspendler und Bewohner des Cottbuser Umlandes eine erlösende Nachricht.
Der Stadtring ist die meistbefahrene Straße von Cottbus und sie ist inzwischen in einem desolaten Zustand. Schon im Frühjahr des Jahres 2024 sollte deshalb die dringend notwendige Sanierung beginnen, aber daraus wurde damals nichts.
Verzögerungen bei der Sanierung des Stadtring – der Grund
„Die baufachliche Prüfung hat länger gedauert“, sagte damals die Cottbuser Baubürgermeisterin Doreen Mohaupt. Die Stadt musste dabei detailliert nachweisen, wofür Fördergeld in Höhe von 3,4 Millionen Euro genau eingesetzt werden soll. Doreen Mohaupt hatte zu der Zeit noch gehofft, dass die Bauarbeiten im Herbst 2024 beginnen können. Aber daraus wurde aufgrund von europaweiten Ausschreibungsvorgaben nichts. Eine erste Ausschreibung war dabei sogar gescheitert.
Der Druck auf die Verantwortlichen in der Stadt ist groß. Schließlich gilt auf der immerhin vierstreifigen Aus- und Einfallstraße in und aus Richtung Peitz, Beeskow, Guben und Frankfurt (Oder) mittlerweile eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
„Die wichtigste Botschaft heute ist: Das, was lange währt, wird endlich gut“, sagte Doreen Mohaupt am Dienstag (29. Juli). Nach einer wiederholten europaweiter Ausschreibung habe der Auftrag inzwischen vergeben werden können, hieß es mit Stolz aus dem Rathaus in Cottbus. Den Zuschlag erhalten habe die Firma Richard Schulz Tiefbau aus Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz).
Deshalb brauchen Berufspendler noch viel Geduld
Ganz so schnell, wie es sich die Pendler wünschen, die zwischen Cottbus und Peitz regelmäßig unterwegs sind, wird die neue Trasse aber nicht fertig gebaut sein. Auf dem Stadtring gebaut werden muss nämlich voraussichtlich bis Ende des Jahres 2027.
Das sei eine sei lange Bauzeit, räumt Doreen Mohaupt ein. „Das wissen wir und haben das deshalb auch immer wieder hinterfragt.“ Aber bei einer durchgängiger Befahrbarkeit sei es logistisch nicht anders möglich. „Wichtig ist nämlich, dass der etwa 1,2 Kilometer lange Abschnitt jederzeit auch in beiden Fahrtrichtungen befahren werden kann“, verspricht die Cottbuser Bürgermeisterin an. „Wir haben zahlreiche Anlieger, auch Unternehmen, die sich in diesem Bereich befinden. Die müssen jederzeit mit einer Zufahrt angebunden werden.“
Und der verantwortliche Bauleiter im Cottbuser Rathaus Ulf Lindenberg kündigt an: „Wir bauen deshalb auch immer Überfahrten, beispielsweise für die Tankstelle, die zu jeder Zeit erreichbar sein muss. Ebenso bekommen das Tierheim, eine Kleingartenanlage, die Firma HTI und die restlichen Gewerbetreibenden eine provisorische Überfahrt in der Bauzeit.“
Deshalb müssen Bäume für den Straßenbau gefällt werden
Grundhaft ausgebaut werden bis Ende 2027 in 1,2 Kilometern Länge die Fahrbahnen und die Nebenanlagen. Die bisher zweistreifige Anordnung der Fahrstreifen bleibe erhalten. Begleitend würden auch der Ausbau der beidseitig vorhandenen Geh- und Radwege inklusive der Beleuchtung realisiert.
Durch den Straßenausbau und die notwendige Entwässerung müssen zwischen Turbokreisel und Hammergrabenbrücke im Mittelteil sowie teils am Straßenrand insgesamt 35 Bäume gefällt werden. Mit der Unteren Naturschutzbehörde sei das abgestimmt. Gleichzeitig ist vereinbart, dass im Ausbauabschnitt auch wieder 52 Bäume nachgepflanzt werden. Ab der Hammergrabenbrücke bleiben die bestehenden Bäume erhalten.
Während der Bauarbeiten müssten die Autofahrer mit Verkehrseinschränkungen rechnen. Zunächst werden die beiden westlichen Fahrspuren – aus Richtung Peitz – gebaut. Der Verkehr soll daher zuerst über die östlichen beiden Fahrspuren geführt werden.
Die Kosten für den dringend notwendigen Ausbau liegen nach Angaben der Stadtverwaltung bei etwa 10 Millionen Euro. Immerhin 7,2 Millionen Euro davon kommen aus dem Programm Kommunaler Straßenbau als Fördermittel des Landes Brandenburg sowie weiteres Geld aus dem städtischen Haushalt.


