(pk) Das Kopfsteinpflaster der Berliner Straße hat unter Cottbusern eine unrühmliche Berühmtheit erlangt. Die Fugen zwischen den Steinen sind teils so breit, dass darin ein Fahrrad stecken bleiben kann. Radfahrer sind deshalb in dem Bereich zumeist auf den Gehwegen unterwegs. Die breiten Fugen erschweren es aber auch Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen oder Kinderwagen, die Straße zu passieren. Dem hat die Stadt nun Abhilfe verschafft.

In der vergangenen Woche ist am Altmarkt an drei Stellen das Pflaster neu verfugt worden. An den Übergängen ist der Bordstein abgesenkt. Am Montag hat das zuständige Unternehmen die Restarbeiten erledigt.

Die Stadt hat in die Umsetzung viel Zeit investiert. Dafür wurden verschiedene Materialien am Altmarkt-Kopfsteinpflaster über den Witterungsverlauf eines Jahres getestet. Denn in der Vergangenheit verwendetes Material wurde nach kürzester Zeit durch Wind, Wetter und Kehrmaschine wieder von den Steinen gelöst. Bei dem Test hat sich nach Auskunft von Stadtsprecherin Madeleine Henning-Waniek ein Spezialgemisch durchgesetzt. Dabei handelt es sich demnach um einen mit speziellen Quarzsanden vermengten Zwei-Komponenten-Reaktionsharzmörtel auf Epoxidharzbasis.

Die Arbeiten am Altmarkt gehen auf einen Antrag der Linken aus dem Jahr 2017 zurück.