Ein 15-Jähriger hat sich am Montagabend eine Verfolgungjagd mit der Polizei geliefert – und das in einem gestohlenen Audi A3 über die sächsisch-brandenburgische Landesgrenze hinweg.
Alles fing damit an, dass Beamte des Polizeireviers Hoyerswerda den Jugendlichen in dem Audi gegen 20 Uhr auf der B156 bei Elsterheide – zwischen den Ortslagen Bluno und Lieske – kontrollieren wollten. Doch der junge A3-Lenker trat aufs Gaspedal und floh vor der Polizeikontrolle. Mit überhöhter Geschwindigkeit raste er in Richtung Senftenberg weiter. Die Polizei nahm die Verfolgung des Wagens auf und informierte gleichzeitig ihre Kollegen in Cottbus im benachtbarten Bundesland Brandenburg.

Flucht im Audi über Landesgrenzen hinweg

Über Bundes- und Landstraßen sowie die A13 flüchtete der Jugendliche in dem Audi weiter auf die A15. Auf seiner Flucht überfuhr der Jugendliche sämtliche roten Ampeln und umfuhr eingerichtete Kontrollstellen der Polizei.
Nur dem besonnenen Verhalten anderer Autofahrer war es laut Polizei zu verdanken, dass es dabei nicht zu Verkehrsunfällen kam. Im Bereich der Anschlussstelle Cottbus-Süd konnte das Auto schließlich mit einem sogenannten Stop-Stick angehalten und der junge Fahrer gestellt werden. Dann klickten die Handschellen.
Bei einem Stop-Stick handelt es sich um neuere Nagelsperren, die als eine Alternative zum Nagelgurt eingesetzt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Nagelketten entweicht die Luft in den Autoreifen sehr langsam, so dass die Unfallgefahr verringert wird.
Der bereits als vermisst in Fahndung stehende Jugendlichen wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen der zuständigen Jugendhilfeeinrichtung übergeben. Autoschlüssel und Pkw hatte er offenbar kurz zuvor gestohlen. Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, die nun von der Kriminalpolizei Brandenburg bearbeitet werden.
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