Aufgrund eines Unfalls auf der Cottbuser Bahnhofstraße war diese von 9 bis 12.30 Uhr gesperrt. Nach Informationen der Polizei fuhr ein Pkw zwischen August-Bebel Straße und Karl-Liebknecht-Straße von der Fahrbahn gegen einen Oberleitungsmast der Straßenbahn. Der geriet durch den Aufprall in Schieflage. Der Havariedienst von Cottbusverkehr war im Einsatz. Auf allen Straßenbahnlinien kam es zu Einschränkungen und Verzögerungen. Der Unfall trifft den Verkehrsbetrieb an einem empfindlichen Punkt. Die Bahnhofstraße ist momentan die einzige Nord-Süd-Verbindung.
Nach Angaben der Polizei wurde der 61 Jahre alte Fahrer des Pkw bei dem Unfall verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Es wird vermutet, dass gesundheitliche Probleme der Auslöser des Unglücks waren.

Aufprall zerstört Schilder, Fahrradständer und einen Baum

In der Bahnhofstraße gilt Tempo 30. In Anbetracht der massiven Schäden muss das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unglücks deutlich schneller unterwegs gewesen sein. Das Auto fuhr gegen Mülltonnen, deren Inhalt sich über die ganze Straße verteilte. Ein Baum zersplitterte durch den Aufprall, ein Fahrradständer und zwei Verkehrsschilder wurden umgebogen. Das Fahrzeug prallte schließlich gegen den Oberleitungsmast. Die Wucht war dabei immer noch so groß, dass der Mast sichtbar in Schieflage geraten ist.
Das ist ein großes Problem. Der Havariedienst von Cottbusverkehr war mit all seinen Leuten vor Ort. Die Fachleute prüften, ob der Mast standsicher ist. Dafür musste das Fundament freigelegt werden. Der Mast konnte schließlich provisorisch gesichert werden und die Straße um 12.30 Uhr wieder freigegeben werden. Eine größere Reparatur werde dennoch nötig sein, um das Fundament wieder neu einzubetonieren. Wann diese Arbeiten vorgenommen werden, ist bislang offen.

Straßenbahnlinien sind neu organisiert

Der Schaden in der Bahnhofstraße blockierte die einzige Nord-Süd-Verbindung von Cottbusverkehr. Denn die parallel verlaufende Straße der Jugend ist noch bis ins Frühjahr aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Dort werden unter anderem auch neue Schienen verlegt.
Cottbusverkehr hatte die Straßenbahnlinien deshalb vorübergehend neu organisiert. Im Süden fuhren sie von der Jessener Straße über den Hauptbahnhof nach Madlow sowie von Sachsendorf über den Hauptbahnhof zur Wendeschleife Sportzentrum. Im Norden verkehrten die Bahnen zwischen Ströbitz und der Stadthalle nach Sandow sowie von Neu Schmellwitz zur Stadthalle Puschkinpromenade und weiter nach Sandow. Darüber hinaus pendelte laut Cottbusverkehr zwischen dem Hauptbahnhof und der Stadthalle ein Bus als Schienenersatzverkehr. Die Buslinie 16 verbindet ebenfalls den Norden und Süden der Stadt.
Cottbusverkehr wird in den nächsten Stunden wieder den normalen Linienbetrieb zurückkehren. Bis Busse und Bahnen allerdings wieder im Takt unterwegs sind, wird es eine Weile dauern.
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