Umspannwerk Preilack: Anschlag beschäftigt jetzt die Kommunalpolitik in Cottbus

Ein Anschlag, bei dem auch Sprengvorrichtungen am Umspannwerk in Turnow-Preilack (Spree-Neiße) zum Einsatz kamen, hat viele in der Lausitz schockiert. Die Cottbuser Stadtverordneten beschäftigen sich mit dem Thema jetzt auf ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause.
Frank Hammerschmidt/dpa- Cottbuser Stadtverordnete befassen sich nach der Sommerpause mit dem Anschlag in Turnow-Preilack.
- Anlass ist eine Anfrage von Unser Cottbus/FDP – es geht um Schutz kritischer Infrastruktur.
- Die Stadt fragt nach Vorsorge für einen Blackout und nach Bewertungen von Behörden und Betreibern.
- Der Angriff legte Block B in Jänschwalde still, die allgemeine Stromversorgung blieb stabil.
- Ermittlungen: Verdächtiger soll mit Raketen Kurzschlüsse und Kraftwerksabschaltungen verursacht haben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Anschlag auf das Umspannwerk Turnow-Preilack (Spree-Neiße) durch einen mutmaßlichen Stromsaboteur, bei dem auch Raketen zum Einsatz kamen, hat viele schockiert. Die Cottbuser Kommunalpolitik beschäftigt sich auf ihrer ersten Stadtverordnetenversammlung (SVV) nach der Sommerpause am Mittwoch, 23. Oktober, ebenfalls noch einmal mit dem brisanten Fall.
Hintergrund ist eine Anfrage der Fraktion Unser Cottbus/FDP. Dabei geht es um eine Neubewertung der Gefährdung kritischer Infrastruktur durch die Sicherheitsbehörden und Betreiber. Und es geht darum, wie die Stadt auf einen Blackout, einen von vielen gefürchteten länger andauernden Ausfall der Stromversorgung und Telekommunikation mit weitreichenden Folgen, vorbereitet ist.
Durch den Anschlag auf das Umspannwerk, musste der Block B im Braunkohlekraftwerk Jänschwalde heruntergefahren werden. Die allgemeine Stromversorgung war nicht betroffen.
Den Ermittlungen zufolge soll der bereits gefasste Tatverdächtige auch in weiteren Fällen ähnlich agiert haben: Er hat mit Abschussvorrichtungen und selbstgebauten Raketen einen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen, und einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt.
Das Thema ist nicht das einzige mit einiger Brisanz auf der Tagesordnung der SVV in Cottbus. Es geht außerdem auch um:
den Polizeieinsatz auf dem Parkplatz der Lagune am 30. August
den Abriss der Balkone in Cottbus-Ströbitz
die Folgen des Brandes für die Bewohner des Wohnhauses in der Willy-Budich-Straße
die Fortschreibung des Kleingartenkonzeptes
den Bebauungsplan für das Wohngebiet am Ernst-Heilmann-Weg
die weitere Stellenreduzierung in der Stadtverwaltung Cottbus
Wir berichten im Live-Ticker von der SVV am 23. September, ab 14 Uhr – mit allen wichtigen Entscheidungen und emotionalen Diskussionen.

