Einen neuen Mobilfunkmast in Burg-Kauper wird es vorerst nicht geben. Die Gemeindevertreter stimmten mit großer Mehrheit gegen das von Vodafone geplante Vorhaben. Damit wollte der Mobilfunkanbieter eigenen Angaben zufolge die „drastische Lücke“ bei der Versorgung mit Mobilfunk in der Region schließen.

Bürger fürchten gesundheitliche Schäden

Burger Bürger hatten sich bereits im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort gemeldet und darum gebeten, bei der anstehenden Entscheidung auch die möglichen gesundheitlichen Risiken für die Anwohner zu berücksichtigen, die nicht unumstritten sind.

Als Standort für den rund 40 Meter hohen Mast war die Waldschlösschenstraße vorgesehen. Hier ist der Handyempfang aktuell tatsächlich extrem schlecht. Der Bereich gilt aber auch als dicht besiedelt und von Touristen stark frequentiert.

Bürgermeisterin sieht Breitband als Alternative

Wenn es sogar bei den direkt Betroffenen kein Interesse an dem Mast gebe, bestehe auch keine Notwendigkeit, wie Gemeindevertreter Stefan Bramburger (Bündnis für Burg/SPD) betont. Aus Sicht von Bernhard Krumpelt (Gemeinsam für Burg) seien die Gesundheitsgefahren „nicht von der Hand zu weisen“. Bürgermeisterin Ira Frackmann (CDU) verweist alternativ auf die erst neu verlegten Breitbandkabel für schnelles Internet und die Einrichtung eines Hotspots, durch den ebenfalls die drahtlose Verbindung zum Internet ermöglicht werden kann.

Den neuen Mobilfunkmast wollte Vodafone den Planungen zufolge auch anderen Anbietern zur Verfügung stellen. Sendemasten stehen bereits in Burg, Leipe, Lübbenau und Raddusch.