Von Mirjam Danke

Die Cottbuser Lausitz-Arena ist an diesem Wochenende fest in der Hand von nationalen und internationalen Trampolin-Turnern. 170 Sportler aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, Lettland, Estland und den USA nehmen an den GymCity Open teil. Diese sind nach dem Turnier der Meister und der „eg Wohnen Juniors Trophy“ die drittgrößte Veranstaltung, die der SC Cottbus ausrichtet.

Neben den 170 Teilnehmern aus insgesamt 45 Vereinen werden zusätzlich die 90 Trainer, 20 Kampfrichter und 30 Helfer für eine proppenvolle Halle sorgen.

Zudem ist das Turnier bei seiner achten Auflage ein ganz besonderes, wie Turnierdirektor Detlef Kaiser erklärt. „Vom Stellenwert sind die GymCity Open so hoch angsetzt, dass sie als Qualifikationswettkampf für die Jugend-WM gelten“, so Kaiser. Vier solcher Quali-Wettkämpfe für die Weltmeisterschaften im Dezember in Tokio gibt es, und einer davon findet eben an diesem Wochenende in Cottbus statt.

Darüber hinaus wird bei dem internationalen Turnier in der Lausitz-Arena traditionell auch um den Brandenburg-Cup geturnt. Von den Elf-/Zwölfjährigen bis zu den erwachsenen Top-Athleten sind dabei alle Altersklassen vertreten. „Die Älteren fliegen dann schon fast bis zur Hallendecke“, sagt Detlef Kaiser. „Da staunt man immer wieder, dass die anschließend auch wieder das Sprungtuch treffen.“

Die Zuschauer dürfen sich also auf spektakuläre Flüge freuen. Auch viele Cottbuser Trampolin-Turner sind bei ihrem Heimturnier vertreten. Die Schützlinge von Trainer Uwe Marquardt wollen sich natürlich gut in Szene setzen.

Die Qualifikations-Wettkämpfe finden an diesem Samstag von 10 bis 19 Uhr statt. Die Finals sind am Sonntag für 10 bis 13 Uhr angesetzt. „Das ist ein echtes Mammutprogramm“, räumt der Turnierdirektor ein. „Danach müssen alle ganz schön durchschnaufen.“

Kaiser lädt ausdrücklich Eltern mit ihren Kindern ein, sich das Trampolinturnen anzusehen. Er weiß aus eigener Erfahrung: „Springen macht Kindern einen diebischen Spaß, und viele wollen das dann gerne auch selber lernen.“ So wie es auch die Kinder des ehemaligen Turners gemacht haben. Während diese dabei jedoch ordentlich an Höhe gewonnen haben, lief es bei Vater Kaiser bei dessen Versuchen auf dem Trampolin ein wenig anders. Der heute 55-Jährige räumt lachend ein: „Bei zwei Metern fange ich schon an zu zittern.“

Das wird man bei den internationalen Top-Athleten an diesem Wochenende in der Lausitz-Arena ganz sicher nicht erleben.