Tierpark in Cottbus: Tierpfleger kämpfen um das Leben von Tapir-Baby Matteo

Das Tapir-Baby Matteo ist aktuell der große Star im Tierpark in Cottbus. Die stark im Bestand gefährdeten Mittelamerikanischen Tapire sind deutschlandweit nur in Cottbus zu sehen.
MICHAEL HELBIG- Ein elf Tage altes Tapir-Baby namens Matteo ist der neue Star im Tierpark Cottbus.
- Matteo und seine Mutter hatten eine schwierige Zeit aufgrund einer Durchfallerkrankung.
- Matteo kam am 25. Mai 2025 um halb eins nachts zur Welt, die Geburt dauerte zehn Minuten.
- Tapire sind Einzelgänger; im Tierpark leben vier Mittelamerikanische Tapire.
- Der Tierpark Cottbus ist der einzige Ort in Deutschland, wo man diese Tapire sehen kann.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Begeisterung ist groß: Das erst elf Tage alte Tapir-Baby ist aktuell der unangefochtene Star im Tierpark in Cottbus. Ab sofort ist er auch für die Besucher zu sehen. Ganz schüchtern versteckt er sich erst hinter der Mutter, beschnuppert mit seinem Rüssel die Umgebung und rennt schließlich durchs Gehege. Seine Geburt ist alles andere als gewöhnlich – und stand zwischenzeitlich auf Messers Schneide.
„Im Winter hatten wir bei den Tapiren eine hartnäckige Durchfallerkrankung“, berichtet Tierparkdirektor Jens Kämmerling. Davon betroffen ist auch die trächtige Tapir-Dame Bonita. Die Tragzeit liegt bei den mit den Nashörnern verwandten Unpaarhufern bei 13 bis 14 Monaten. „Wir haben zuerst um das Leben der Mutter gekämpft“, erzählt Tierpflegerin Anne Tesch. Smoothies habe sie zubereitet, um das kranke Tier zu ernähren.
Auch das Baby im Bauch der Tapirmutter ist betroffen. Eine Ultraschalluntersuchung sorgt für Erleichterung: Dem Ungeboren geht es gut. Am 25. Mai 2025, mitten in der Nacht halb eins, kommt Matteo zur Welt. Die Geburt, die nur zehn Minuten dauert, wird von der Kamera aufgezeichnet. „Der Name Matteo bedeutet auch Geschenk Gottes“, so Tesch.
Tapire gehen sich im Tierpark in Cottbus aus dem Weg
Damit wächst die Gruppe mittelamerikanischer Tapire im Tierpark Cottbus auf vier Exemplare an. Obwohl in diesem Fall von Gruppe nicht die Rede sein kann. „Tapire sind Einzelgänger“, sagt Jens Kämmerling. In der Natur gehen sie sich aus dem Weg. Im Tierpark gibt es mehrere Ställe und Außengehege.
Besonders beliebt ist das bis zu 1,5 Meter tiefe Wasserbecken. Tapire können mehrere Minuten tauchen, so Kämmerling. Ihren Rüssel nutzen sie nicht nur, um die Umgebung zu erkunden, sondern auch als Werkzeug, um Blätter zu pflücken, die neben Früchten, Wasserpflanzen und Gräsern Hauptnahrungsquelle sind.
Der Frischling Matteo, der ähnlich wie die Wildschweine die ersten sechs Monate ein Flecken- und Streifenmuster zur Tarnung trägt, und Chico sind die Tapir-Männchen. Seine Mutter Bonita und die im Jahr 2021 geborene Schwester Bamica die Weibchen. Das Zuchtmännchen Moli ist erst Kurzem an einer Lungenentzündung verstorben.
Wer Mittelamerikanische Tapire sehen will, muss nach Cottbus kommen. Der Tierpark ist der einzige Tiergarten in Deutschland, in dem die am stärksten im Bestand gefährdete Tapir-Art zu sehen ist. Nur noch 2000 bis 2500 Exemplare gibt es in der freien Natur, so Kämmerling. Vor vier Jahren waren es noch 3000 Tiere.


