Unter Brandenburgs Unternehmerschaft sorgt die Begriffs-Kombination „Förderantrag und ILB“ nicht gerade für Begeisterungsstürme. Bei vielen im etablierten Mittelstand wird sie vor allem in Verbindung gebracht mit immer komplizierter werdenden, oft zeitraubenden Antragsverfahren.
Häufig nehmen die Bearbeitungszeiten für einen Förderantrag geradezu historische Dimensionen an. „Acht Monate für einen Antrag werden inzwischen als normal angesehen“, erzählt Ralf Henkler vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Lausitz über seine Gespräche mit genervten Unternehmern. „Viele winken gleich ab, weil ihnen die Zeit- und Personalkapazitäten für eine Antragsbearbeitung fehlen.“

Verstärktes ILB-Team in Cottbus

Dabei hat die ILB gerade jetzt eine Lausitz-Initiative gestartet. Inzwischen haben fünf ILB-Mitarbeiter ihre frischen Büros unweit der Stadtpromenade, Am Turm 14, in Cottbus bezogen. Und die Landesbank will ihre Präsenz in der Lausitzmetropole noch weiter ausbauen. Bis zu zehn ILB-Stellen soll es in Zukunft dort geben.
„Ihre vordringliche Aufgabe ist die Beratung und Hilfe bei Strukturwandelprojekten“, sagt ILB-Chef Tillmann Stenger. Das neue, verstärkte Lausitz-Büro soll daher auch vor allem die Kunden der ILB und die Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) unterstützen, wenn es um die Qualifizierung einzelner Vorhaben beim Strukturwandel geht.
Tillmann Stenger, Chef der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), setzt in der Lausitz auf ein verstärktes Mitarbeiter-Team.
Tillmann Stenger, Chef der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), setzt in der Lausitz auf ein verstärktes Mitarbeiter-Team.
© Foto: Jan Siegel
Dabei ist es eine Stärke bei der Organisation des Lausitzer Strukturwandels im Brandenburger Teil des Reviers, dass die Landesbank bei der Projektbearbeitung so frühzeitig mit am Tisch sitzt. Auf diese Weise ließen sich in vielen Fällen schon im Vorfeld nervenaufreibende Förderantrags-Überraschungen bei den Antragstellern sehr frühzeitig vermeiden, ist Tillman Stenger überzeugt.

Ansprechpartner für Kommunen und kommunale Firmen

Von der personellen Verstärkung in Cottbus also werden in erster Linie diejenigen profitieren, die im Lausitzer Strukturwandel mit eigenen Projekten mitmischen. Das sind in der Regel Bürgermeister, Wirtschaftsförderer oder die Verantwortlichen in kommunalen Unternehmen.
Gefördert werden dabei nämlich Vorhaben der wirtschaftsnahen Infrastruktur, Projekte zur Fachkräftesicherung, Forschungs- und Entwicklungsprojekte an Hochschulen, aber auch Projekte in den Bereichen Tourismus, Kultur und Daseinsvorsorge. Zum Jahresbeginn 2022 waren das in der Lausitz immerhin 54 Strukturwandel-Projekte in einem Gesamtvolumen von mehr als einer Milliarde Euro.
Der Kontakt zur ILB läuft in Fällen, in denen es um Strukturwandelprojekte geht, immer über die Wirtschaftsregion Lausitz (WRL), Telefon: 0355 355516-10 oder per E-Mail: info@wirtschaftsregion-lausitz.de

Der kurze Weg für Lausitzer Unternehmer zur ILB

Die Investitions- und Landesbank (ILB) ist auch Ansprechpartner für die Förderung von Investitionen und die Weiterbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Schließlich bearbeitet die Landesbank aktuell an die 150 unterschiedliche Förderprogramme.
Firmeninhaber und Geschäftsführer, die sich ohne Umwege, frühzeitig und direkt beraten lassen wollen, finden in der Lausitz mit Heinrich Weißhaupt einen erfahrenen Berater.  Weißhaupt ist seit dem Jahr 2004 für die ILB in Südbrandenburg im Einsatz. Erreichbar ist er für Anfragen von Unternehmen unter der Telefonnummer 0331 6601597 und per  E-Mail-Kontakt auf der Internetseite der ilb.de.
Heinrich Weißhaupt betreut als ILB-Förderberater Unternehmer in  Cottbus sowie in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.