Stromausfall in Cottbus: Schmellwitz, Saspow und Sielow – Strom und Wärme wieder da

Stromausfall in Cottbus: Entstörungstrupps der Stadtwerke sind auf Fehlersuche in Schmellwitz. Im Norden des Stadtgebietes ist großflächig die Stromversorgung ausgefallen. Die Reparaturarbeiten dauern länger als zunächst gedacht an. Ab 17 Uhr wird die Versorgung schrittweise wieder aufgenommen.
Frank Hammerschmidt/dpa- Stromausfall in Cottbus am Wahlsonntag (23. Februar 2025) in Schmellwitz, Saspow und Sielow.
- Zwei Netzstörungen lokalisiert; viele Haushalte betroffen, genaue Zahl unklar.
- Stadtwerke Cottbus repariert Muffen; Bagger öffnen Erdreich.
- Techniker erwarten Rückkehr der Energieversorgung im Laufe des Vormittags.
- Auch zehn Fernwärmestationen im Norden ohne Heizung und Warmwasser.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Wahlsonntag (23. Februar 2025) beginnt mit Stromausfällen in Schmellwitz, Saspow und Sielow. Die Wohnungen bleiben auch kalt. Denn das Fernwärmenetz ist mit betroffen. Jetzt melden die Stadtwerke: Ab 17 Uhr wird die Versorgung schrittweise wieder aufgenommen, die Haushalte werden nach und nach wieder Strom und Wärme erhalten.
Die Stadtwerke Cottbus als Grundversorger bestätigen am Morgen des Wahlsonntag zwei Störungen im Stromnetz. Die haben die Stadtteile nicht flächendeckend, aber viele Haushalte von der Energieversorgung abgeschnitten. Im Gebiet leben etwa 18.000 Menschen. Die Zahl der konkret Betroffenen ist noch unklar. 156 Bürger haben die Störung gemeldet.
Die Techniker des Versorgers haben zwei Fehler lokalisiert, sagt Stadtwerke-Chef Vlatko Knezevic. An den Havarieorten seien die Reparaturarbeiten im vollen Gange. Die Fachleute müssen an Muffen heran, die Leitungen verbinden. Bagger sind angerollt und haben das Erdreich am Morgen geöffnet.
Stromausfall in Cottbus: Wie lange wird repariert?
Der Energieversorger geht zu dem Zeitpunkt noch davon aus, dass alle Haushalte im Laufe des Vormittags wieder ans Netz gebracht werden können. Doch die Reparaturen dauern länger als zunächst gedacht. Viel länger.
Ausgefallen sind auch zehn Fernwärmestationen, die Gebäude im Norden von Cottbus mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen. Diese sind inzwischen wieder voll funktionstüchtig und liefern wieder Wärme. Das bestätigt Unternehmenssprecherin Nicole Lempke.
Aber: Ein weiteres Problem ist im Stromversorgungsnetz aufgetreten. „Während zwei Fehlerquellen behoben werden konnten, wurde eine dritte Fehlerquelle ausgemacht“, sagt die Stadtwerke-Sprecherin. An dieser wird noch immer gearbeitet. Die Kolleginnen und Kollegen seien mit Hochdruck daran, „dass die Haushalte am frühen Nachmittag wieder mit Strom versorgt werden können“.
Das gelingt nicht. Auch der dann avisierte frühe Nachmittag verstreicht, ohne dass das Licht wieder angeht. Jetzt steht in Aussicht, dass die Monteure es bis 17 Uhr schaffen. Das ist der Fall.
Bei den frühen Wählern in Schmellwitz ist der Stromausfall das Thema Nummer 1. Seit den späten Abendstunden am Sonnabend (22. Februar) müssen sie bereits ohne Strom auskommen. „Ich war gerade mit dem Hund auf der letzten Runde, da wurde es dunkel in den Straßen“, erzählt ein älterer Herr einem Rentnerehepaar vor dem Wahllokal in der Oberschule.
Alle sind ratlos, was mit dem stromlosen Wahlmorgen anzufangen ist. „Nach Hause gehen brauchen wir nicht“ sagt der ältere Herr. „Kaffee können wir sowieso nicht kochen.“
Heftige Kritik aus Saspow zum Krisenmanagement
In Saspow wird von verärgerten Bürgern das Krisenmanagement in der Stadt Cottbus kritisiert. Die Leitstelle Lausitz habe bis zum Morgen nichts vom großflächigen Stromausfall gewusst und sei erst durch Einwohner informiert worden. Das sei bei Notfällen eine Katastrophe.
Zuletzt hatte es im September 2024 einen großflächigen Stromausfall in Cottbus gegeben.
