Streik in Cottbus: Ausfälle bei Bus und Straßenbahn - aktuelle Infos für Fahrgäste

Wegen des Warnstreiks rechnen Cottbusverkehr und die Tochter Spree-Neiße-Cottbusverkehr mit Ausfällen bei Bussen und Straßenbahnen. Auch der Schülerverkehr ist diesmal betroffen.
Michael Helbig- Warnstreik im ÖPNV: massive Ausfälle bei Bus und Straßenbahn in Cottbus
- Verdi ruft für Freitag und Sonnabend, 27./28. Februar, zum Streik auf
- Schülerverkehr hat Priorität, kann dennoch betroffen sein
- Infos zu stattfindenden Fahrten kurzfristig online und via Social Media
- Brandenburg hebt am Freitag Präsenzpflicht auf; Aufgaben werden bereitgestellt
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für Freitag und Sonnabend, 27. und 28. Februar, hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks im Nahverkehr aufgerufen. Auch Cottbusverkehr und das Tochterunternehmen Spree-Neiße-Cottbusverkehr werden bestreikt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Linienverkehr bei Bus und Straßenbahn.
Es werde voraussichtlich über beide kompletten Betriebstage zu erheblichen Einschränkungen im gesamten Liniennetz kommen, kündigt Geschäftsführer Ralf Thalmann an. Betroffen sind sowohl der Straßenbahnverkehr als auch die Stadt- und Regionalbuslinien. Auch der Schülerverkehr kann betroffen sein.
Für Freitag hat Verdi zur Kundgebung in Berlin aufgerufen. Daher seien möglicherweise in Cottbus und Umgebung keine sichtbaren Streikposten aktiv, so Thalmann. Da dennoch streikende Mitarbeiter im Fahrbetrieb fehlen, könne er nicht in der gewohnten Form und fahrplangerecht aufrechterhalten werden. Der Fokus der beiden Verkehrsbetriebe liege jedoch darauf, mit nicht streikenden Mitarbeitern den Schülerverkehr am Freitag abzusichern.
„Alle trotz Streik stattfindenden Fahrten werden nach Möglichkeit von Cottbusverkehr und Spree-Neiße-Cottbusverkehr kurzfristig auf allen bekannten Kanälen veröffentlicht“, kündigt der Geschäftsführer an. Alle Fahrgäste werden gebeten, sich kurz vor ihrem geplanten Fahrtantritt auf der Internetseite und den Social-Media-Kanälen zu informieren. Dennoch könne es aufgrund der aktuell unbekannten Streikmaßnahmen trotzdem zu unangekündigten Fahrtausfällen kommen.
Das Bildungsministerium in Brandenburg hat am Mittwoch die Präsenzpflicht für Schüler am Freitag aufgrund des angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben. Die Schulen bleiben offen, der Unterricht wird für alle Klassen organisiert. Schüler können notfalls zu Hause bleiben.
Ministerium hebt wegen Streik Präsenzpflicht für Schüler auf
„Eltern entscheiden unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsmöglichkeiten, ob ihren Kindern der Weg zur Schule möglich ist“, teilte das Bildungsministerium mit. Schüler gelten an diesem Tag als entschuldigt, wenn die Eltern oder die volljährigen Schüler ihre Schule rechtzeitig informieren. Lehrer stellen den Schülern, die nicht zur Schule kommen können, Aufgaben für Freitag zur Verfügung.
Verdi hat für Freitag und Samstag in den Nahverkehrsbetrieben in Berlin und Brandenburg zum Warnstreik aufgerufen. Im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband fordert die Gewerkschaft zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens 400 Euro, ein 13. Monatsgehalt, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um drei Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie eine längere Mindestruhezeit. Bereits Anfang Februar hatten die Beschäftigten im Tarifstreit ihre Arbeit niedergelegt.
