Die jährliche Steuererklärung lohnt sich nach Angaben der Finanzämter in Brandenburg und Sachsen. Beispiel: die zuletzt fällige Steuererklärung für das Steuerjahr 2018. Im Bereich Arbeitnehmer-Veranlagung habe die durchschnittliche Erstattung rund 430 Euro betragen, sagt Sandra Jäschke, Sprecherin des sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, auf Rundschau-Nachfrage.

Das ist demnach etwas weniger als für das Steuerjahr 2017. Damals hätten Arbeitnehmer durchschnittlich 460 Euro vom Finanzamt zurückbekommen. In Brandenburg waren es zuletzt sogar gut 1300 Euro Euro, die Arbeitnehmer durchschnittlich erstattet bekamen, wie Ingo Decker, Sprecher des brandenburgischen Finanzministeriums mitteilt. Bundesweit lag der Erstattungsbetrag um die 1000 Euro.

Laut sächsischem Finanzministerium lohnt es sich dabei auch für diejenigen, die eigentlich keine Steuererklärung abgeben müssen. Sie hätten für 2018 durchschnittlich 789 Euro erstattet bekommen. Heißt: Wer hier nur auf die korrekten monatlichen Abzüge beim Gehalt vertraut, hat dem Finanzamt womöglich etwas geschenkt. Wichtig ist dabei laut Steuerexperten, dass man die aktuellen Änderungen der Rechtslage kennt.

Experten raten: Steuererklärung unbedingt nutzen

Keine der Neuerungen spare Steuern, sagt Dirk Rosenbaum, Steuerberater in Cottbus. Ihm zufolge kommt es darauf an, der Belastung insbesondere mittlerer Einkommen entgegen zu wirken, indem man die Möglichkeiten bei der Steuererklärung nutzt. Das sieht auch Uwe Rauhöft ähnlich. „Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für Kinder bringen zum Beispiel erst über die Steuererklärung eine Steuerersparnis“, sagt der Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine.

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