Stadtring Cottbus: Sanierung in Höhe Stadion auch 2026 nicht - Entlastung am Radweg

Der Stadtring Cottbus ist in der Nähe des Stadions aufgrund von Hohlräumen im Untergrund nur eingeschränkt befahrbar. Für Radfahrer und Fußgänger ändert sich nun die Wegeführung auf der nördlichen Seite.
Michael Helbig- Stadtring Cottbus bleibt in Höhe Stadion wegen Erdfällen eingeschränkt befahrbar.
- Nördlicher Geh- und Radweg soll zeitnah freigegeben werden – mit zusätzlichen Sicherungen.
- Tempo 30 und eine Fahrspur weniger gelten weiter, da 23 Erdfälle festgestellt wurden.
- Pilotversuch mit Expansionsharz scheiterte, Normen für die Trasse wurden nicht erreicht.
- Planung der Sanierung soll bis Ende 2026 stehen, Baubeginn frühestens 2027.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Fahrspur weniger und Tempo 30 – an mehreren Stellen war der Cottbuser Stadtring an der Böschung in Höhe des Leag-Energie-Stadions Ende 2023, Anfang 2024 abgesackt. Die wichtigste Verkehrsader der Lausitzmetropole ist damit an dieser Stelle zum Nadelöhr geworden.
Für Radfahrer und Fußgänger zeichnet sich jetzt eine neue Verkehrsregelung an der Baustelle ab. Umweltamtsleiter Stephan Böttcher kündigt die zeitnahe Freigabe des nördlichen Geh- und Radwegs (an der Stadionseite) an. Es werde für zusätzliche Sicherungsmaßnahmen gesorgt, die ein sicheres Passieren der Schadstellen analog dem gegenüberliegenden südlichen Rad- und Gehweg ermöglichen.
Die Akzeptanz der bisherigen Regelung lasse zu wünschen übrig. Absperrungen würden einfach zur Seite geschoben, erklärt Böttcher zu den Hintergründen. Außerdem reagiere die Stadt auf den Aufstieg des FC Energie in die zweite Bundesliga und damit zu erwartende größere Ströme an Besuchern, die in Richtung Stadion die Baustelle passieren müssen. Denn bis zur endgültigen Sanierung der Schadstellen dauert es noch.

Seit Jahren läuft die Altlastensanierung am Cottbuser Stadtring auf dem Gelände des ehemaligen Potsdamer Chemiehandels. Schadstoffe müssen aus Boden und Grundwasser gefiltert werden.
Michael HelbigDie Erdfälle stehen im Zusammenhang mit der laufenden Altlastensanierung des Potsdamer Chemiehandels. Der lag an der Stelle, an der sich heute der BMX-Parcours und der Parkplatz befinden. Von dort aus hatten Schadstoffe Erdreich und Grundwasser kontaminiert. Insgesamt 55 Schachtbauwerke wurden errichtet. Diese Brunnen filtern Schadstoffe aus dem Boden und dem Grundwasser. Der Bereich am Stadtring gleicht dadurch einem Schweizer Käse.
Bei diesen Schachtbauwerken waren 2023/24 Setzungen und insgesamt 23 Erdfälle festgestellt worden. Zur Sicherheit sperrte die Stadt nicht nur den Geh- und Radweg auf der Stadionseite, sondern reduzierte die Fahrspuren auf dem viel befahrenen Stadtring und drosselte die Geschwindigkeit auf Tempo 30.
Pilotprojekt gegen gefährliche Absenkungen am Stadtring Cottbus
Im Oktober 2024 erfolgten erste Versuche zur Stabilisierung des Baugrundes. In einem Pilotprojekt wurden ausgewählte Hohlräume mit einem speziellen Expansionsharz verfüllt, um für Festigkeit zu sorgen. Leider nicht mit dem erhofften Erfolg. Die für die Verkehrstrasse notwendigen Normen wurden nicht erreicht.
Seitdem versuchte die Stadt, ein spezialisiertes Planungsbüro zu binden, das ein dauerhaftes Sanierungskonzept für die Erdfälle entwickeln soll. Die Suche dauert mehr als ein Jahr. Mehrere Ausschreibungen seien erfolglos geblieben, erinnert Stephan Böttcher. Ende 2025 sei im Zuge einer Direktvergabe ein geeignetes Planungsbüro gefunden worden.
Wann die Sanierung am Stadtring in Höhe Stadion starten soll
Bis zur Sanierung benötigen Kraftfahrer auf dem Stadtring jedoch noch viel Geduld. „Wir erhoffen uns, dass die Planung bis Ende 2026 steht“, sagt der Umweltamtsleiter. Damit könnte 2027 endlich die Sanierung der 23 Erdfälle starten.


