Spree in Cottbus
: Hier droht für Paddler jetzt ein längerer Fußmarsch mit Boot

Wasserwanderern auf der Spree droht in Cottbus jetzt ein erhöhter Schwierigkeitsgrad. Baumängel im Bereich Kleines Spreewehr zwingen zum Landgang. Warum?
Von
Kathleen Weser
Cottbus
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Für die Kanuten von Lok RAW geht es am Samstag auf „Räucherfischfahrt“. Ein derart problemloser Einstieg ist dabei nicht überall gewährleistet.

Kanu, Kanuten Lok RAW Cottbus

Paddler lieben die Cottbuser Spree. So bequem und problemlos ist der Einstieg aber nicht überall. Am Kleinen Spreewehr gibt es ein neues Problem.

Georg Zielonkowski (Archiv)

Die Spree prägt den einzigartigen Charakter der grünen Stadt Cottbus. Auf 23 Kilometern durchließt der Fluss das Stadtgebiet. Das Erlebnis auf dem Wasser ist noch arg begrenzt. Einige beliebte, aber auch nicht ungefährliche Badestellen gibt es. Und Wasserwanderer schwingen abschnittweise auch rege das Paddel. Im Wasserrevier in Sandow. Doch die werden jetzt auf Tour zum längeren Landgang gezwungen.

Denn: Der Steg oberhalb des Kleinen Spreewehrs an der Spree in Sandow ist ab sofort und bis auf Weiteres gesperrt. Das kleine Bauwerk wird als Ausstieg von Paddlern genutzt, die das kleine Spreewehr umgehen müssen. Das geht jetzt nicht mehr. „Grund für die Sperrung ist die fortschreitende Holzfäule am Steg. Dadurch ist die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet“, erklärt Stadtsprecher Jan Gloßmann.

Das haben Experten eines qualifizierten Prüfbüros festgestellt. Die Sperrung des Steges oberhalb des Kleinen Spreewehres ist bereits in Kraft gesetzt und gilt auf unbestimmte Zeit. „Das bedeutet, dass Paddler nunmehr schon ab Bootshaus Lok Raw Cottbus (Lindenplatz) an der Ludwig-Leichhardt-Brücke laufen müssen und erst nach dem Wehr einsetzen können. Der Einstieg erfolgt wie gewohnt unterhalb des Kleines Spreewehres“, erklärt Jan Gloßmann weiter.

Plan für die Spree in Cottbus: Fluss soll erlebbarer werden

Wann die Steganlage repariert oder ersetzt werden kann, ist noch unklar. Aber es besteht Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung. Denn der Wasserlauf wird von Experten betrachtet, die Potenzialräume der Spree werden untersucht.

Die Stadt Cottbus will die Spree erlebbarer machen. Eine Analyse, die in den fortzuschreibenden Flächennutzungsplan von Cottbus einfließen soll, ist in Arbeit. Das schon ausgelöste Wachstum der Stadt im Lausitzer Strukturwandel nimmt auch die Spree wieder neu in den Fokus. Denn neben Entwicklungsflächen für neue Ansiedlungen von Gewerbe und Wissenschaftseinrichtungen, Wohnungen und Schulen gehören auch Freizeit und Lebensqualität zum Zukunftsprogramm. Den Wunsch, in der gesamten Stadt eine bessere Verbindung und Erlebbarkeit der Spree zu erreichen, gibt es schon seit Jahren. Und auch erste kühne Ideen wie den Verleih von Kajaks aus dem Automaten.