Die Hoffnungen des Lausitzer Energieunternehmens Leag, dass der Tagebau Jänschwalde kurzfristig wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen kann, erfüllen sich nicht. In dem Braunkohletagebau stehen seit einer Woche Kohlebagger und Abraumförderbrücke wieder still, nachdem die Geräte in den Wochen davor auf Anordnung des Landesbergamtes gearbeitet hatten, um die Standsicherheit der Grube wiederherzustellen.

„Bisher hat das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR, Landesbergamt) noch keine Entscheidung über die Zulassung des Hauptbetriebsplanes Tagebau Jänschwalde 2020 bis zum geplanten Auslaufen im Jahr 2023 getroffen“, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Rundschau. Das Landesbergamt arbeite weiterhin mit externer Unterstützung durch ein Büro an der FFH-Verträglichkeitsprüfung. „Die Arbeiten werden Ende Januar 2020 noch nicht abgeschlossen sein und werden bis  in den Februar reichen“, teilt die Aufsichtsbehörde zum aktuellen Stand des Verfahrens mit.

Noch in der vergangenen Woche war die Leag selbst in einer Mitteilung davon ausgegangen, dass mit der Zulassung des Hauptbetriebsplanes und der Wiederaufnahme eines regulären Tagebaubetriebs in Jänschwalde „Ende Januar oder Anfang Februar“ zu rechnen sei.

Der Tagebau in Spree-Neiße befindet sich seit September in einem sogenannten Sicherheitsbetrieb. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Cottbus hatte im vorigen Sommer dafür gesorgt, dass der Hauptbetriebsplan für den Tagebau aufgehoben worden war. Die Deutsche Umwelthilfe und die Grüne Liga hatten erfolgreich gegen die Tagebaugenehmigung geklagt, weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung unter den strengen FFH-Gesichtspunkten vor der Genehmigung fehlte.