Über 100 Sternsinger aus ganz Deutschland werden am Dienstag in Berlin erwartet. Sie besuchen die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), um dem Kanzleramt den Segen zu bringen. Das Bistum Görlitz wird in diesem Jahr von vier Kindern aus Cottbus vertreten.

Es ist der traditionelle Abschluss der Sternsinger-Aktion in Deutschland. Seit rund einer Woche sind Kinder aus christlichen Gemeinden im ganzen Land unterwegs, um Häuser, Unternehmen oder behörden den Segen zu bringen. Am Montag war eien Abordnung auch bei Bundespräsident Walter Steinmeier zu Besuch.

Seit Freitag unterwegs in Cottbus

„20*C+M+B+20“ schreiben die Sternsinger als Segen auf die Häuser, die sie besuchen. „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“. Auch im Medienhaus der Lausitzer Rundschau steht der Segen seit Freitag wieder über der Tür, wie in jedem Jahr. Ebenso im Rathaus, bei der Leag und vielen anderen Einrichtungen. Am Wochenende haben die Cottbuser Sternsinger dann Privathaushalte besucht. Nun folgt der Besuch in Berlin.

Deutschlandweit beteiligen sich rund 300 000 Mädchen und Jungen an der Aktion und sammeln damit zugleich Spenden für Kinder in anderen Ländern. Seit dem Start der Aktion 1959 sind so rund 1,14 Milliarden Euro zusammengekommen. In diesem Jahr ist das Schwerpunktland der Libanon.

Aktion für den Libanon

Der Libanon ist das Beispielland der 62. Aktion Dreikönigssingen. Nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 gelingt in dem kleinen Land im Nahen Osten ein weitgehend demokratisches und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen. Doch der gesellschaftliche Friede steht vor großen Herausforderungen, denn das Zusammenleben ist nach wie vor von Ressentiments geprägt. Zudem hat der Libanon seit dem Ausbruch des Kriegs im Nachbarland Syrien rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen.

Das Engagement der Sternsinger und ihrer rund 90 000 jugendlichen und erwachsenen Begleitenden genießt große Wertschätzung. Papst Franziskus hat die Sternsinger beim Neujahrsgottesdienst am 1. Januar gesegnet.