Schule in Döbern
: Amok-Drohung auf Schulklo an Oberschule – das ist die Lage

UPDATE, 21.11., 12.50 Uhr: An der Oberschule in Döbern bei Forst sind Schmierereien mit Gewaltdrohungen gefunden worden. Das passiert jetzt.
Von
Luise Mösle,
Marcel Laggai
Döbern
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An der Oberschule in Döbern unterstützt die Polizei das Schulpersonal dabei, nach einer Gewaltandrohung, den Schulbetrieb zu sichern.

Nach einer Amok-Drohung, die auf einer Schultoilette an der Oberschule in Döbern hinterlassen wurde, wird das Schulhaus besonders gesichert.

Christoph Lohse / Blaulichtreport Lausitz
  • An der Oberschule in Döbern wurden Gewaltdrohungen als Schmierereien entdeckt.
  • Polizei unterstützt die Schule, um den Betrieb sicherzustellen.
  • Gewaltdrohung wurde am 20. November gemeldet; Schulbetrieb läuft unter Auflagen weiter.
  • Keine akute Gefahr laut Polizeisprecher Maik Kettlitz.
  • Schulpersonal kontrolliert Zugänge und bietet Gespräche für Schüler an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An der Oberschule Germanus Theiss in Döbern bei Forst ist auf der Schultoilette die Drohung „Ich laufe Amok“ hinterlassen worden. Die Schulleitung schaltet am Mittwoch (20. November) sofort die Polizei ein und informiert auch die Eltern über die angedrohte Gewalttat. Das Schulhaus wird durchsucht und am folgenden Unterrichtstag von der Polizei auch besonders gesichert. Das bestätigt Maik Kettlitz, der Sprecher der Polizeidirektion Südbrandenburg in Cottbus.

Nach den Ermittlungen der Polizei kann der Schulbetrieb am Donnerstag (21. November) unter besonderen Auflagen fortgesetzt werden. „Wir gehen davon aus, dass keine akute Gefahrensituation vorliegt“, erklärt Maik Kettlitz weiter. Vor diesem Hintergrund habe das Schulamt Cottbus auch beschlossen, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.

Die meisten Eltern haben sich aber dafür entschieden, ihren Nachwuchs vorsorglich zu Hause zu lassen. Von den etwa 300 Schülern, die in dem betroffenen Haus sonst täglich die Schulbank drücken, sind am Tag nach der Entdeckung auf dem Schulklo nur 39 gekommen.

Zur Sicherheit kontrolliert das Personal der Schule nach der Amok-Drohung die Zugänge und steht bei Gesprächsbedarf für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Hierbei unterstützt die Polizei vor Ort an der Oberschule, sagt Maik Kettlitz.

Nach einer Amok-Drohung an der Oberschule Döbern ist das Schulhaus am Donnerstag (21. November) fast leer. Die akute Gefahrenlage hat sich nicht bestätigt.

Nach einer Amok-Drohung an der Oberschule Döbern ist das Schulhaus am Donnerstag (21. November) fast leer. Die akute Gefahrenlage hat sich nicht bestätigt.

Marcel Laggai

Amok-Drohung an Schule in Döbern: So geht es jetzt weiter

Um die Mittagsstunde ist das Schulhaus zwar leer, aber leicht zu betreten. Schulleiterin Andrea Krause zeigt sich sichtlich erleichtert darüber, dass sich die akute Gefahrenlage nicht bestätigt hat. Sie klärt auf: Es ist Pause. Die wenigen anwesenden Schüler sind beim Essen und nicht in den Klassenzimmern. Die Lehrer haben sich indes versammelt, um den weiteren Umgang mit dem Problem zu besprechen.

Die Eltern der Schüler werden demnach jetzt zeitnah zu allen bekannten Details informiert. Andrea Krause kündigt zudem an, es werde eine Elternversammlung geben, um das Thema aufzuarbeiten. Und mit den Schülern sei auch darüber zu sprechen, dass so eine verbale Botschaft eine Straftat ist und nicht nur ein übler Scherz.

In dem Fall ermittelt auch die Kriminalpolizei.