Der Bürgerverein Stadtmitte lehnt den vorliegenden Entwurf des Mobilitätskonzepts für die Cottbuser Altstadt in weiten Teilen ab. Darüber informieren Vereinschef Gottfried Lindner und sein Stellvertreter Hagen Strese. Gleichzeitig äußert sich der Verein enttäuscht darüber, dass er vorab in die Erarbeitung des Konzepts nicht einbezogen worden sei.

Lediglich der Altmarktsperrung während der Terrassenzeit und dem Durchfahrtsverbot für die Sprem-Überfahrt in die Mühlenstraße könne der Verein zustimmen. Ansonsten fällt das Urteil gnadenlos aus. „Das jetzige Konzept ist eher dazu geeignet, Staufallen an umliegenden Straßen zu schaffen, was wesentlich mehr umweltschädlich sein wird“, prophezeit das Führungsduo. Vielmehr müsse eine Nord-Süd-, sowie eine Ost-West-Durchfahrung der Innenstadt für Anwohner und Gäste gewährleistet werden. Darüber hinaus hätten Bürgergespräche gezeigt, dass die vielen älteren Anwohner der Altstadt für ihre Mobilität auf das Auto angewiesen seien. Ihre Pkw könnten die Anwohner derzeit vergleichsweise preiswert mit der Bewohnerparkkarte (15,35 Euro für ein halbes Jahr, 30,70 Euro für ein Jahr und 55 Euro für zwei Jahre) abstellen. Anders sehe das für die laut Konzept geplanten Anwohnerparkhäuser. Dafür seien Jahresausgaben von mindestens 600 Euro anzunehmen, was einer Monatsmiete von 50 Euro entspricht.