Angelika Stuht aus Kiekebusch sagt: „Unsere erste Schiffsreise ist wegen der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen. Der Veranstalter hat abgesagt.“ Das Mittelmeer wird später noch einmal angesteuert, bestätigt auch Ehemann Norbert. „Wir haben immer Urlaub“, erzählt sie. Im Garten sei es jetzt wunderschön. „Wir sind jeden zweiten Tag anderswo unterwegs. Cottbus hat auch sehr viel zu bieten, und das Umland auch. Heute fahren wir in den Spreewald.“
Dagmar und Herrmann Hübner aus Cottbus.
Dagmar und Herrmann Hübner aus Cottbus.
© Foto: Marvin Krüger
Dagmar und Herrmann Hübner aus Cottbus hat Corona den Urlaubsplan voll durchkreuzt. „Im März hat es uns auf Mallorca voll erwischt. Einen Tag nach unserer Ankunft wurden die Grenzen geschlossen. Fünf Tage nur im Hotel, das war nicht schön. Dann haben wir einen Flug zurück bekommen und diesen Urlaub abbrechen können.“ Derzeit ist der eigene Garten die Sommer-Oase des Paares. „In der heißen Jahreszeit verreise ich nicht gern“, erzählt sie. Aber Hübners zittern noch. „Wir wollen im September nach Kanada fliegen. Diese Reise ist schon lange geplant. Mein Mann prophezeit, dass wir sie nicht antreten können. Noch hat der Veranstalter aber nicht abgesagt“, sagt sie.
Peter und Annelies Kruse aus Drebkau.
Peter und Annelies Kruse aus Drebkau.
© Foto: Jakob Bruchatz
Peter Kruse aus Drebkau und seine Frau Annelies haben am Cottbuser Bahnhof gerade eine Bahn-Fahrkarte erstanden. „Aber wir bleiben trotzdem zu Hause. Auf den geplanten Urlaub an der Ostsee verzichten wir“, erzählt er. Die Bilder von überfüllten Stränden und Urlaubern, die aus Corona-Infektionsgebieten zurückgeschickt werden, schrecken die Familie ab.
Marcel Rosse aus Cottbus.
Marcel Rosse aus Cottbus.
© Foto: Jakob Bruchatz
Marcel Rosse aus Cottbus macht das Beste aus der wenigen freien Zeit, die ihm im Sommer mit der Familie noch bleibt. Der Oster-Urlaub mit den drei Kindern in einen Ferienpark nach Holland ist ausgefallen. Dann hat der Vater auch Urlaubstage in der Coronakrise wegen geschlossener Kindereinrichtungen opfern müssen, um die Kinder betreuen zu können. „Wir werden viel draußen sein in diesem Sommer und so viel wie möglich gemeinsam unternehmen“, sagt Marcel Rosse.
Manuel Diehl aus Cottbus.
Manuel Diehl aus Cottbus.
© Foto: Jakob Bruchatz
Manuel Diehl ist Student der Sozialwissenschaften an der Brandenburgischen-Technischen Universität (BTU) Cottbus - Senftenberg. Der gebürtige Hesse ist seit Weihnachten nicht mehr daheim gewesen. „Im März konnte ich hier nicht mehr weg“, erzählt er. „Wenn ich reise, dann trampe ich, um Land und Leute kennenzulernen. Das ist jetzt nicht möglich.“ Deshalb geht es in diesem Sommer nicht auf große Tour. „An die polnische Ostsee werden wir fahren, mit dem Auto. Denn als Tramper kann uns ja keiner mitnehmen“, sagt er. Viel Zeit will Manuel Diehl in Cottbus verbringen. „Ich finde die Stadt und die Leute hier toll, da kann ich noch viel entdecken.“

Senftenberg/Hoyerswerda

Benjamin Seidemann aus Großräschen.
Benjamin Seidemann aus Großräschen.
© Foto: Maja Müller
Glück mit seinen Urlaubsplänen hat Benjamin Seidemann. Der Großräschener hat im Sommer eh keinen Urlaub geplant und somit auch keine Corona-Not. Seidemann: „Ich fahre in diesem Jahr erst im Winter weg. Im Sommer wird gearbeitet.“
Jan Sloka.
Jan Sloka.
© Foto: Maja Müller
Ähnlich entspannt lässt es Jan Sloka angehen. Der Cottbuser Rentner hat einen Garten in Gallinchen und will seinen Sommer dort verbringen. Sloka: „Den Garten habe ich seit 37 Jahren. Das ist der schönste Platz der Welt.“
Karl-Heinz Adler.
Karl-Heinz Adler.
© Foto: Maja Müller
So geht es auch dem Cottbuser Karl-Heinz Adler: Garten statt Strand oder Bergwanderung. „So ist es in diesem Jahr eben, aber ein Risiko wollten wir nicht eingehen“, sagt Karl-Heinz Adler.
Katrin Fehling.
Katrin Fehling.
© Foto: Maja Müller
Die Reisepläne durcheinandergewirbelt hat Corona hingegen für Katrin Fehling. Die Cottbuser wollte mit ihrer Familie im Sommer nach Spanien reisen. Daraus wird jetzt aber nichts. „Wir hatten Glück mit unserem Reiseanbieter und konnten die Reise kostenlos stornieren“, sagt Katrin Fehling. Jetzt geht es stattdessen an die Ostsee.
Petra Krist.
Petra Krist.
© Foto: Maja Müller
Ihren Urlaub schon hinter sich hat Petra Krist. Sie war am Großsee, aber die Coronapandemie war auch dort zu spüren. Petra Krist: „Es war viel weniger los, es war nicht alles geöffnet und wir mussten uns auch da an die Corona-Regeln halten.“
Tom Hermann mit Sohn.
Tom Hermann mit Sohn.
© Foto: Maja Müller
Auf Tagesausflüge hat sich Tom Hermann mit seiner Familie im Corona-Sommer 2020 eingestellt: „Wir wollen unter anderem in den Saurierpark. Viele Menschen wissen gar nicht, wie schön es vor der eigenen Haustür ist.“
Karolin Scheffler
Karolin Scheffler
© Foto: Linus Leonhardt
Karolin Scheffler hat sich die Frage nach Urlaub bisher nicht gestellt. Die Altenpflegerin sorgt tagtäglich dafür, dass unser System am Laufen bleibt. In Zeiten von Corona, die vor allem auch für die älteren Menschen in den Altenpflegeheimen unheimlich schwer ist und war, versucht sie so gut es geht, die Familie der Bewohner zu ersetzen. Für sie steht diese „Pflicht“ definitiv vor der Urlaubsfrage.
Lilly Giera
Lilly Giera
© Foto: Linus Leonhardt
Für Lilly Giera hat die Corona-Pandemie keine Auswirkung auf die Urlaubsplanung. Groß verreisen kann sie altersbedingt nicht mehr wirklich. Dafür verbringt sie demnächst zwei Wochen mit ihren Enkeln in Lübeck. Die Zeit mit der Familie ist für sie sehr wichtig.
Valentin Preußmann.
Valentin Preußmann.
© Foto: Linus Leonhardt
Valentin Preußmann schmunzelt bei der Frage nach den Auswirkungen von Corona auf seine Urlaubsplanung. Ob an der Ostsee auf der Insel Rügen oder im Alpengebiet an der Grenze zu Österreich – für ihn gibt es in Deutschland genug zu entdecken. Daran hat auch Corona nichts geändert. Nach einer Krankheit, die für ihn das Reisen zwischenzeitlich unmöglich machte, geht es in der kommende Woche endlich wieder los. Darauf freut er sich schon sehr.
Ute Schneider.
Ute Schneider.
© Foto: Linus Leonhardt
Ute Schneider musste ihre geplante Schiffsreise nach Norwegen, Island und Spitzbergen in diesem Jahr Corona bedingt auf 2021 verschieben. Sie und ihr Mann haben aber das Beste aus der Situation gemacht. „Wir haben einfach unsere Fahrräder auf das Auto geschnallt und sind nach Meißen, Wörlitz und Quedlinburg gefahren“, sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen.