Rettungsdienst in Cottbus: Uni-Klinik plant Großübung – das kommt auf Cottbuser zu

Rettungswagen werden bald im Dauereinsatz in Cottbus sein. Bei einer großen Katastrophenübung soll die Zusammenarbeit von Feuerwehren, Katastrophenschutz und der Medizinischen Universität für den Ernstfall geprobt werden.
MICHAEL HELBIG- Cottbus plant am 4. Juli eine Katastrophenübung mit Feuerwehren, Rettungsdiensten und Uni-Klinik.
- Szenario: Unwetter bei Konzert, Blitzschlag, Panik, Dutzende Verletzte, 5000 fliehende Menschen.
- Ziel: Test der Abläufe und Zusammenarbeit bei Großschadenslagen, Verletzte werden simuliert.
- Verkehrseinschränkungen und Blaulicht rund um Spreeauenpark erwartet.
- Med. Versorgung bleibt trotz Übung gewährleistet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die neue Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) feiert am 1. Juli 2025 ihren ersten Geburtstag. Zeit für einen ersten großen Belastungstest. Wie gut sind die Abläufe im Cottbuser Klinikum auf einen großen Schadensfall mit Dutzenden von Verletzten vorbereitet? Das soll am 4. Juli bei einer großangelegten Katastrophenschutzübung in der Stadt an der Spree erprobt werden.
Das Szenario der Übung: Während eines Konzerts im Spreeauenpark kommt es zu einem Unwetter. Der Blitz schlägt ein. Dabei werden Dutzende Menschen verletzt. Gleichzeitig versuchen 5000 Menschen, in Panik vom Veranstaltungsort zu fliehen. Die Rettungsleitstelle alarmiert alles, was sie hat, und eilt zum Ort des Geschehens.
So beschreibt Ingolf Zellmann, Leiter der Leitstelle Lausitz, den Rahmen der Übung, an der neben Rettungsdienst und Feuerwehren der Stadt auch Katastrophenschutzhelfer aus ganz Südbrandenburg und weitere Hilfsorganisationen beteiligt sein werden.
„Es ist ein Szenario, das nur ausgedacht ist, aber in der Realität so auch schon vorgekommen ist“, sagt Zellmann. Für die alarmierten Retter wird alles wie in echt ablaufen, auch wenn die Verletzten in diesem Fall nur von Darstellern der Pflegeschule simuliert werden.
Aber genau wie im tatsächlichen Ernstfall müssen die Opfer des Blitzeinschlags versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.
Wie gut ist die Uni-Klinik in Cottbus auf eine Katastrophe vorbereitet?
Und hier kommt die Medizinische Universität Lausitz – Carl-Thiem ins Spiel. Denn auch dort soll das Szenario so realistisch wie möglich angegangen werden. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Spreeauenpark erläutert Professor Eckhardt Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL-CT, warum der Zeitpunkt dafür genau richtig ist. Nach einem Jahr seien alle Strukturen vorhanden und erprobt. „Die Pläne für einen solchen Fall liegen vor. Praktische Erfahrungen hat aber fast niemand damit“, sagt Nagel. Er selbst habe in seiner medizinischen Laufbahn erst einmal ein solches Katastrophenszenario erlebt: beim Zugunglück von Eschede im Jahr 1998. Über 100 Tote hat es damals dort gegeben, noch einmal so viele Verletzte.
Mit ihren normalen Strukturen kann die Universitätsklinik eine solche Zahl von Verletzten nicht aufnehmen. Dennoch ist man auf solche Fälle vorbereitet. Wie gut, das wird der 4. Juli zeigen. „Nicht alles bei dieser Übung wird funktionieren. Aber wir können auch aus den Abstimmungsfehlern lernen“, betont Professor Nagel. „So stellen wir sicher, dass die Menschen in der Region auch in Krisenzeiten auf uns zählen können.“
Katastrophenübung am 4. Juli: Was Cottbuser wissen müssen
Sorgen machen müsse sich übrigens niemand. Trotz der Großübung werde jeder, der tatsächlich medizinische Hilfe brauche, diese auch bekommen. Notfalls werde man dafür auch die Übung einschränken oder stoppen, versichert Übungsleiter Zellmann.
Auswirkungen hat die Übung für die Cottbuser aber trotzdem. Laut Stadtsprecher Jan Gloßmann wird es rund um den Spreeauenpark Verkehrseinschränkungen und Parkplatzsperrungen geben – und natürlich viel Blaulicht.


