Rechtsextremismus in Cottbus: Hakenkreuze und Hassbotschaft am Regenbogenkombinat

Vandalismus in Cottbus: Hakenkreuze und eine Hassbotschaft wurden an das Regenbogenkombinat in Cottbus geschmiert.
Christian Müller/Regenbogenkombinat Cottbus- Am Kulturzentrum Bunte Welt in Cottbus wurden Hakenkreuze und „WIR HASSEN EUCH“ entdeckt.
- Die Schmierereien betrafen Regenbogenbanner am Eingang und die Fassade – Polizei stellte sie fest.
- Betreiber berichten von wiederholtem Vandalismus: Banner beschmiert und abgerissen, Brand an Papiertonne.
- Geschäftsführer sieht Einschüchterungsversuch gegen queere Menschen, kündigt Anzeigen an.
- Banner wurden ersetzt, die Fassade soll überstrichen werden.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Wie das Regenbogenkombinat Cottbus mitteilt, sind in der Nacht zum Samstag, dem 12. September, bei einer Polizeikontrolle am Kulturzentrum Bunte Welt in Cottbus zwei Hakenkreuze auf mehreren Regenbogenfahnen beziehungsweise Regenbogenbannern an der Eingangstreppe sowie der Schriftzug „WIR HASSEN EUCH“ an der Fassade entdeckt worden. Die Polizei bestätigte den Vorfall. Die Beamten ermitteln.
Das Regenbogenkombinat gehört zum Kulturzentrum Bunte Welt und ist nach eigenen Angaben ein „Ort für Menschen, die Kontakt, Austausch oder Beratung suchen, zum Beispiel zu Themen rund um das Coming-out, sexuelle Gesundheit, vielfältige Lebensweisen und/oder Identität“. Zugleich sei der Ort in der Vergangenheit bereits häufig durch Unbekannte beschädigt worden.
Demnach seien Regenbogenbanner wiederholt beschmiert und abgerissen worden. Auch die Fassade an der Rückseite werde derzeit erneuert, nachdem im vergangenen Jahr eine Papiertonne in Brand gesteckt worden sei und eine benachbarte Fassade des Kulturzentrums in Mitleidenschaft gezogen worden war. Verletzt wurde damals niemand.
„Für uns sind das keine Zufälle. Die Botschaft ist für mich klar. Täter wollen queeren Menschen Angst machen. Es soll das Gefühl von Unsicherheit entstehen und es wird der Versuch unternommen, die Community mit Hassbotschaften einzuschüchtern“, sagt Christian Müller, Geschäftsführer des Regenbogenkombinats.
Zugleich betonte er, man lasse sich nicht vertreiben und werde solche Taten weiterhin anzeigen und öffentlich machen. Die Banner seien umgehend ausgetauscht worden, die Fassade solle nun überstrichen werden.


