RE2 und RE7
: Sperrung zwischen Berlin und Cottbus – das müssen Bahn-Reisende wissen

UPDATE 26. Mai 2024, 17.30 Uhr: Eine Woche lang fahren keine Züge der Linien RE2 und RE7 aus der Lausitz direkt nach Berlin. Fahrgäste müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen. Wie sie trotzdem ans Ziel kommen.
Von
Lisa Hör
Cottbus
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Der RE2 von Cottbus über Berlin nach Nauen wird von Bauarbeiten auf der Strecke ausgebremst.

Ankunft des Regionalexpres-Zuges RE2 der Deutschen Bahn von Nauen über Berlin und Lübbenau kommend auf dem Cottbuser Hauptbahnhof.

Wer mit dem RE2 von Cottbus nach Berlin fahren will, muss in Königs Wusterhausen in die S-Bahn umsteigen.

Michael Helbig

Wer mit der Bahn reist, sollte sich immer einen Tag vor der Reise erkundigen, ob die Züge planmäßig fahren und was es für Alternativen gibt. Jetzt gilt das für Reisende zwischen der Lausitz und der Hauptstadt mehr denn je. Die Züge der Linien RE2 (Cottbus – Nauen) und RE7 (Senftenberg – Dessau) fallen eine Woche lang zwischen Berlin Ostbahnhof bzw. Berlin Ostkreuz und Königs Wusterhausen aus.

Die Sperrung beginnt am Montag, den 27. Mai um 4.00 Uhr und endet am Montag, den 3. Juni um 6.00 Uhr. Keine Ersatzbusse sind geplant: Die Deutsche Bahn verweist nur, alternative Verbindungen zu nutzen.

Wie kommen die Fahrgäste trotzdem an ihr Ziel?

Option 1: Mit der S-Bahn ab Königs Wusterhausen nach Berlin

Die erste Möglichkeit für Fahrgäste, die ab Cottbus oder noch ab Senftenberg fahren, wäre, normal in einen Zug der RE2 oder RE7 einzusteigen und ab Königs Wusterhausen mit der S-Bahn S46 nach Berlin weiterzufahren.

Um den Berliner Hauptbahnhof zu erreichen, ist dann ein Umstieg in Berlin Baumschulenweg erforderlich, um mit der S9 weiterzufahren. Das bedeutet aber zwei zusätzliche Umstiege im Vergleich mit üblicher Fahrt, da die Züge RE2 und RE7 normalerweise über Berlin Hauptbahnhof fahren.

Die Fahrt von Cottbus nach Berlin Hauptbahnhof dauert statt eineinhalb Stunden fast zwei Stunden. Von Senftenberg nach Berlin Hauptbahnhof müssen die Fahrgäste statt mit zwei Stunden mit knapp zwei Stunden und dreißig Minuten rechnen.

Option 2: Mit Intercity – und Deutschland Ticket – fahren

Eine Alternative ab Cottbus wäre beispielsweise am Dienstag, den 28. Mai um 7.03 Uhr mit dem RE10 nach Doberlug-Kirchhain zu fahren und dort in den IC2272 nach Berlin umzusteigen. Die Reise dauert dann zwei Stunden und dreißig Minuten. Am selben Tag können Fahrgäste von Senftenberg mit dem RE13 um 7.18 Uhr nach Elsterwerda und von dort mit dem IC2272 nach Berlin fahren. Die Reisezeit beträgt zwei Stunden und vierzehn Minuten.

Wichtig: Seit November 2023 ist es möglich, mit dem Deutschland Ticket auch in diesem Intercity zu reisen, da er auf dem Abschnitt zwischen Elsterwerda und Berlin als Nahverkehrszug (RE17) eingesetzt wird.

Thomas Schirmer, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn für die Lausitz, empfiehlt, die verschiedenen Alternativen online zu vergleichen und mit längeren Fahrzeiten zu rechnen. „Wer eine Fernreise unternimmt, sollte auf jeden Fall kurz vor der Fahrt noch einmal die Verbindung prüfen und gegebenenfalls ein bis zwei Stunden früher losfahren.“ Behinderte Fahrgäste sollten sich an den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn wenden, um sich über eine barrierefreie Alternative für ihre Reise zu informieren, so Schirmer weiter.

Informationen über die Fahrplanänderungen finden

● Schlau ist, wer sich vor einer geplanten Zugfahrt zwischen Cottbus und Berlin oder Senftenberg und Berlin noch einmal genau informiert.

● Dafür nutzt man am besten die Internetseiten der Deutschen Bahn oder des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Beide Unternehmen bieten dafür auch eigene, kostenlose Apps für Apple- und Android-Handys an.

● Am besten ist es, die Informationen in beiden Apps zu vergleichen, da die Informationen manchmal nicht zuverlässig angezeigt werden, wie kürzlich bei Bauarbeiten auf der Strecke des RE10 und der RB 43 zwischen Cottbus und Guben geschehen.

Darum ist die Strecke ab Königs Wusterhausen gesperrt

Grund für die Sperrung sind Schwellenerneuerungen zwischen Grünauer Kreuz Nord und Berlin Wendenheide sowie Instandhaltungsarbeiten in Berlin-Rummelsburg, teilt die Deutsche Bahn mit.

Der Streckenabschnitt Königs Wusterhausen – Berlin sei ein Nadelöhr, auf dem häufig mit Schienenersatzverkehr gerechnet werden müsse, sagt Thomas Schirmer von Pro Bahn: „Die Strecke wird im Stunden- und sogar Minutentakt von Personen- und Güterzügen befahren. Deshalb müssen dort in regelmäßigen Abständen Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.“

Sperrung der Strecke des RE2 und RE7 dauerte 2023 deutlich länger

Im November 2023 dauerte eine Sperrung in dem Bereich deutlich länger. Fast drei Wochen lang fuhren keine Züge der RE2 und RE7 auf der gesamten Strecke zwischen Berlin und Cottbus beziehungsweise Berlin und Senftenberg. Anlass waren umfangreiche Brückenbauarbeiten in Königs Wusterhausen und Lübbenau. Diesmal sollte es aber möglich sein, nach einer Woche wieder einigermaßen normal nach Berlin zu reisen.

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