Ein Nachfahre des berühmten Sammlers und Parkgestalters Hermann Fürst von Pückler hat gegen das Gesetz zur Stiftungserrichtung Verfassungsbeschwerde eingelegt. Nach Informationen dieser Zeitung klagt Fritz-Michael Pückler, dass nur ein Teil der Nachfahren der leihgebenden Erbengemeinschaft im Stiftungsrat vertreten ist und andere Teile von Informationen über den Umgang mit dem Nachlass ausgeschlossen werden.

Sammlungsstücke verkauft

In der Klage wird als Beispiel der Benachteiligung bestimmter Teile der Familie der Verkauf von Wertgegenständen aus der Branitzer Sammlung im Jahr 2015 aufgeführt. Mit der neu errichteten Landesstiftung werde die Ungleichbehandlung der eigentlichen Erbengemeinschaft fortgeschrieben, heißt es. Die Klage wurde Ende 2018 beim Verfassungsgericht gestellt und ein Jahr später der Landtag darüber informiert. Dessen Hauptausschuss nahm dies am Mittwoch zur Kenntnis, verzichtet aber auf eine Stellungnahme. Die wird jetzt im Kulturministerium erarbeitet. Vor der Landesstiftung gab es bereits eine kommunale Stiftung der Stadt Cottbus zum Erhalt von Schloss und Park Branitz. Diese arbeitet ebenfalls nur mit einem Teil der Familie zusammen.