Im Rahmen der Ermittlungen zu einem schweren Raub in Cottbus bittet die Kriminalpolizei nun die Bevölkerung um Mithilfe. Allerdings hat sich das Verbrechen bereits am 21. August 2020 zugetragen. Was war passiert? Laut Polizeisprecher Ralph Meier betrat an diesem Tag ein bislang unbekannter Mann gegen 18.45 Uhr eine Spielhalle im Cottbuser Stadtteil Neu-Schmellwitz. Unter Vorhalten eines Messers forderte der Täter von einer Mitarbeiterin das Öffnen der Kasse und die Herausgabe des Bargeldes. Im Anschluss flüchtete der Mann vom Tatort. Die 46-jährige Angestellte der Spielhalle blieb unverletzt.
Durch die Videoüberwachungsanlage der Spielhalle konnte die Tathandlung in Teilen aufgezeichnet werden. Demnach handelt es sich bei dem Täter um einen 20 bis 30 Jahre alten Mann. Er ist etwa 185 Zentimeter groß und von schlanker, sportlicher Statur.

So wird der Täter von der Polizei beschrieben

Am Tattag trug er einen:
  • dunkelblauen Pullover der Marke Adidas,
  • eine schwarze Trainingshose mit der Zahl 13 auf dem linken Oberschenkel,
  • schwarze oder dunkelblaue Turnschuhe,
  • ein rotes Basecap und
  • einen grauen Schal vor dem Gesicht.

Wer kann der Polizei Hinweise zu dem Raub im Cottbuser Stadtteil Neu-Schmellwitz geben?

Im Rahmen der bisher geführten Ermittlungen konnte der Täter nicht identifiziert werden. Daher wendet sich die Kriminalpolizei nun mit einem Bild des Täters an die Öffentlichkeit und fragt: Wer erkennt den abgebildeten Mann und kann Hinweise zu seiner Identität geben? Wer kann Hinweise zu seinem gegenwärtigen Aufenthaltsort geben? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Cottbus telefonisch unter 0355 28890436 (Anrufbeantworter) entgegen. Ebenfalls können Informationen zu dem Verbrechen auch online auf der Webseite der Polizei des Landes Brandenburg gegeben werden.

Warum werden die Fahndungsfotos erst jetzt veröffentlicht?

Bevor öffentlich nach Straftätern gesucht wird, müssen alle anderen Ermittlungsansätze abgearbeitet werden, wie die Befragung von Opfern und Zeugen, die Auswertung von Spuren und die polizeiinterne Fahndung. Bei letztgenannter werden die Bilder von Straftätern an die Streifenbeamten geschickt. Diese erkennen oftmals Täter aus ihrem Bereich.
Erst wenn das alles nichts gebracht hat, muss ein Richter die Veröffentlichung der Bilder veranlassen. Je schwerer ein Delikt wiegt, desto schneller die Öffentlichkeitsfahndung.
Der Grund für dieses Vorgehen: Auch mutmaßliche Täter und verdächtige Personen haben Persönlichkeitsrechte. Deshalb müssen vor einer öffentlichen Fahndung erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.