Die Deutsche Bahn testet an 16 Bahnhöfen neue Kundenangebote, die später womöglich an vielen Stationen zur Standardausstattung werden. Dazu gehören Lounges mit Ladestationen, Steharbeitsplätze, Self-Service-Stationen zur Fahrradreparatur sowie rund um die Uhr zugängliche Supermärkte.

Das teilte die Bahn am Freitag bei der Eröffnung der ersten modernisierten Station, dem Wolfsburger Hauptbahnhof, mit.

„Ziel ist es, dass unsere Kunden sich gerne am Bahnhof aufhalten. Dafür investieren wir in mehr Qualität, Service und Kundeninformation“, sagte DB-Stations- und Servicevorstand Bernd Koch. Was gut ankomme, könne in Zukunft an Bahnhöfen Standard werden.

Bahn will insgesamt 17 Millionen investieren

In den kommenden zwei Jahren investiert die DB rund 17 Millionen Euro in die Stationen Ahrensburg, Berlin Bornholmer Straße, Berlin Südkreuz, Coburg, Cottbus, Freising, Hamburg Sternschanze, Halle (Saale) Hbf, Haltern am See, Heilbronn Hbf, Hofheim, Münster Hbf, Offenbach Marktplatz, Renningen und Wernigerode.

„Wir kümmern uns auch um das Bahnhofsumfeld. Sitzplätze auf dem Vorplatz können genauso dazu gehören wie E-Scooter-Parkplätze oder mobile Marktstände“, sagte Koch. Mit den neuen Angeboten reagiere die Bahn auf Wünsche, die sie häufig von Reisenden und Bahnhofsbesuchern höre.

Mooswand für besseres Klima

Der Wolfsburger Hauptbahnhof präsentiert sich seit Freitag in der Bahnhofshalle mit einer Mooswand, die zur Verbesserung des Klimas beitragen soll. Auf dem Vorplatz ist ein Bahnhofsgarten mit begrünten Sitzmöglichkeiten entstanden.

Zum Jahresende geht auch ein neues Blindenleitsystem an den Start, das per App und Kopfhörer über das Smartphone auf mögliche Hindernisse und den richtigen Weg hinweist.

Bildergalerie Cottbuser Verkehrsknoten Hauptbahnhof am Abend