In der Nacht zum Samstag (11. April) hebelten Unbekannte ein Fenster eines Bistros in der Thierbacher Straße in Cottbus auf und entwendeten eine Kaffeemaschine sowie Bargeld aus dem Inneren des Geschäftes. Es entstand dabei ein hoher Schaden.

Car-Freitag in der Lausitz abgesagt

Nicht nur eine Kaffeemaschine war die Beute von Einbrechern in Hähnchen. Die Täter betraten in der Nacht zum Ostersonntag (12. April) das umfriedete Grundstück eines Obst- und Gemüsehandels am Annahofer Graben. Durch ein aufgebrochenes Fenster gelangten sie in den Markt. Sie entwendeten Zigaretten, Alkohol sowie Bargeld. Es entstand laut Polizei ein sehr hoher Schaden von mehr als 10 000 Euro.

Im Zuge der bestehenden Eindämmungsverordnung wurden jegliche Veranstaltungen bezüglich des Car-Freitags untersagt. Die Angehörigen der Tuning-Szene hielten sich im Wesentlichen an diese Beschränkungen, sodass keine polizeilichen Maßnahmen erforderlich wurden.

Während sich die meisten Cottbuserinnen und Cottbuser geduldig und bewusst über Ostern an die Einschränkungen hielten, um die Ausbreitung des aggressiven Virus‘ zu verlangsamen, haben Kontrollen des Ordnungsamtes am Ostersonnabend (11. April) gezeigt, dass kleinere Gruppen vor allem in Parks immer wieder versuchen, sich über die Regelungen hinwegzusetzen.

Zweimal 1000 Euro-Bußgeld für Lausitzer Spätverkaufsstellen

Entsprechende Einsätze gab es in Ströbitz sowie der Innenstadt und an der Spree in Sandow, wo gleich mehrmals Platzverweise erteilt werden mussten. Das Ordnungsamt hat am Ostersonntag (12. April) Bußgelder in Höhe von jeweils 1000 Euro gegen zwei Spätverkaufsstellen in der Cottbuser Innenstadt verhängt, die wiederholt gegen die Regelungen der Eindämmungsverordnung verstoßen haben.

14-Jähriger fährt in Senftenberg – Vater sitzt daneben

In der Senftenberger Friedensstraße fiel der Polizei am Samstag (11. April) gegen 21.15 Uhr ein Pkw mit unsicherer Fahrweise auf. Die Beamten stellten als Fahrer einen 14-Jährigen fest. Der Vater, der gleichzeitig der Halter des Autos war, saß auf dem Beifahrersitz. Sohn und Vater waren sich ihrer Verfehlung nicht bewusst, betont die Polizei.

Am Sonntagnachmittag (12. April) kam es gegen 14.50 Uhr zu einem Feuer zwischen Senftenberg und Sedlitz neben der B 169. Auf einer Fläche von rund 50 x 10 Metern wurden durch Unbekannte Äste und Wurzeln in Brand gesetzt, die dort abgelagert waren. Mehrere Feuerwehren kamen zum Einsatz. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Herbeiführens einer Brandgefahr eingeleitet.

Flucht vor Polizei in Neupetershain mit geklautem Moped

Sonntagabend (12. April) gegen 19.30 Uhr wollte die Polizei ein Kleinkraftrad in der Spremberger Straße in Neupetershain kontrollien. Der Fahrer versuchte zu flüchten, konnte kurze Zeit später jedoch gestellt werden. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 35-Jährigen aus Welzow, der in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war.

Es stellte sich heraus, dass er zum wiederholten Male ohne Fahrerlaubnis fuhr. Weiterhin war das Fahrzeug im September 2019 in Berlin als gestohlen gemeldet. An dem Zweirad war ein Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2017 angebracht. Zusätzlich deutete alles auf einen Drogenkonsum hin. Auch führte der Fahrer Betäubungsmittel mit sich.

Mehrere Ermittlungsverfahren gegen Moped-Fahrer

Das Fahrzeug sowie die verbotenen Substanzen wurden sichergestellt, bei dem Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt und mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Von Karfreitag bis Ostermontag (13. April), 12 Uhr, verzeichnete die Polizei in Elbe-Elster insgesamt 14 Einsätze mit „Corona-Bezug“. Es wurden in vier Fällen Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung festgestellt. Insgesamt mussten 21 Platzverweise erteilt werden.

Am Samstag (11. April) hat gegen 10.45 Uhr ein 19-Jähriger in Goyatz, Am Bahnhof, mit seinem Pkw die Vorfahrt eines 47-jährigen Autofahrers missachtet, sodass es zur Kollision kam. Beide Fahrzeugführer blieben unverletzt, die Autos waren weiterhin fahrbereit. Es entstand ein Sachschaden von etwa 8000 Euro.

Von Karfreitag, 15 Uhr, bis Ostersonntag, 15 Uhr, kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald zu bislang 22 Einsätzen im Zusammenhang der Einhaltung der Eindämmungsverordnung. In 16 Fällen wurden Personen angetroffen, die nach entsprechender Belehrung die Örtlichkeiten verlassen haben.

Brandenburger Polizei zufrieden mit der Vernunft der Menschen

Die Brandenburger haben aus Sicht der Polizei während der Osterfeiertage meist völlig entspannt auf Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regelungen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr reagiert.

„Sie haben Verständnis für die Beschränkungen und auch dafür, dass die Einhaltung jemand kontrollieren muss“, sagte Torsten Herbst, Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, am Ostermontag (13. April).

Die Brandenburger Polizei war seit Karfreitag an jedem Tag von 150 Bereitschaftspolizisten unterstützt worden. „Wir mussten für alle Fälle gewappnet sein“, sagte Herbst. Man habe nicht damit gerechnet, dass die Festtage aufgrund der Beschränkungen so ruhig verlaufen würden.

150 Platzverweise für Sonnenbadende am Summter See

Am Ostersonntag wurden die Beamten den Angaben nach zu etwa 196 Einsätzen in Zusammenhang mit Corona-Regeln gerufen – weniger als an den Tagen zuvor. Strafanzeigen habe es an dem Tag nicht gegeben, jedoch seien 46 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 337 Platzverweise ausgesprochen worden.

Allein 150 gingen an Sonnenbadende am Summter See (Oberhavel), die die Abstandsregelungen von 1,5 Meter nicht eingehalten hatten. Insgesamt waren die Polizisten täglich landesweit zu etwa 1000 Einsätzen unterwegs.

Hohenleipisch