Weil Fahrgäste sich über die Pflicht hinwegsetzen, hat die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) für ihre Züge den Dienstleister Wisag beauftragt, wie am Freitag mitgeteilt wurde. In den Hauptverkehrszeiten werden Doppelstreifen durch die Züge geschickt.
„Maskenverweigerer“ haben im Zug einfach nichts verloren“, sagte Odeg-Geschäftsführer Bernd Schniering. „Die wenigen, die sich dieser kollektiven Rücksichtnahme nicht anschließen, verhalten sich unsozial gegenüber den anderen Fahrgästen und unserem Bordpersonal.“

Sicherheitsleute können Fahrgäste ohne Maske des Zuges verweisen

Die Wisag-Streifen sollen demnach dazu beitragen, eine zweite Welle der Seuche zu verhindern und das Streitpotenzial im Zug zu mindern. Es gehe um Deeskalation. Die Sicherheitsleute können Fahrgäste ohne Maske aber auch des Zuges verweisen.
Die Odeg betreibt im Berliner Raum und Ostdeutschland mehrere Regionalbahn- und Regionalexpress-Linien, wie etwa den RE 2 zwischen Wismar und Cottbus sowie den RB 46 zwischen Cottbus und Forst. In den Odeg-Zügen in Sachsen werden die neuen Streifen nicht eingesetzt, wie eine Sprecherin sagte. Das betrifft unter anderem den RB 64 zwischen Hoyerswerda und Görlitz sowie den RB 65 zwischen Cottbus und Zittau. Es sei in dem Land bislang nicht notwendig. „Dort sind die Bürger sehr vorbildlich.“